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United Internet wächst stark

12.08.2005 | 09:53 Uhr |

Das Modell, das der DVD-Industrie zum Erfolg verholfen und MPEG-2 zum Standard für Audio- und Video-Programmierung gemacht hat, soll auch dem Einsatz der Funkfrequenz-Identifikation (Radio Frequency Identification = RFID) einen Schub verpassen.

Der Internetdienstleister United Internet (1&1, GMX) liegt nach sechs Monaten bei seinen Wachstumszielen deutlich über Plan, hinkt aber seiner Prognose beim operativen Gewinn hinterher. Wie die Gesellschaft am Freitag mitteilte, stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 40 Prozent auf 335,4 Millionen Euro und übertraf damit alle Analystenprognosen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stagnierte jedoch wegen der Investitionen in das DSL-Geschäft auf Vorjahresniveau. Im vorbörslichen Handel legte die im TecDAX notierte United Internet-Aktie leicht zu.

Im laufenden Jahr will das Unternehmen früheren Aussagen zufolge Umsatz, Ergebnis und Kundenverträge zwischen 20 und 30 Prozent steigern. In dem am Freitag veröffentlichten Halbjahresbericht äußerte sich United Internet-Chef und Großaktionär Ralph Dommermuth nicht konkret zur Prognose. "Angesichts der hohen Marktakzeptanz unserer neuen DSL- und Telefonie-Produkte, der anhaltend dynamischen Internationalisierung im Webhosting und der guten Nachfrage im Bereich Online Marketing sind wir zuversichtlich, unsere positive Entwicklung auch im zweiten Halbjahr fortsetzen zu können." Ein Unternehmenssprecher wollte sich dazu nicht weiter äußern.

Im hart umkämpften DSL-Geschäft überflügelte United Internet - hierzulande die Nummer zwei in diesem Markt - im zweiten Quartal mit 190.000 Neukunden den Branchenprimus T-Online, der auf 182.000 Neukunden kam. Damit hatte United Internet Ende Juni 1,34 (Ende 2004: 1,05) Millionen DSL-Kunden unter Vertrag. Die Zahl aller kostenpflichtigen Verträge steigerte United Internet zwischen April und Juni um 240.000 auf 3,94 Millionen. Seit Jahresbeginn gewann das Unternehmen damit 440.000 Kunden und ist seinem Mindestziel von 4,2 Millionen bis Jahresende bereits nach sechs Monaten nahe gekommen. Beim EBITDA übertraf das Unternehmen mit 55,6 Millionen Euro nur knapp den Vorjahreswert (55,2 Mio). Von dpa-AFX befragte Experten hatten mit einem etwas stärkeren Anstieg gerechnet. Im zweiten Quartal sank das EBITDA sogar. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) sei um 23 Prozent auf 45,7 Millionen Euro gestiegen und lag damit in der für das Jahr ausgegebenen Bandbreite. Der Überschuss sei um rund ein Drittel auf 26,03 Millionen Euro gestiegen.

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