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Universal-Music-Verkauf schlägt hohe Wellen

14.04.2003 | 13:16 Uhr |

Das bisher unbestätigte Kaufangebot von Apple für Universal Music schlägt hohe Wellen. Nachdem die L.A. Times am Freitag berichtet hat, Steve Jobs habe "bis zu sechs Milliarden US-Dollar" für die angeschlagene Musiksparte von Vivendi geboten (wir berichteten), sackte der Aktienkurs am Freitag ein.

Mit mehr als acht Prozent oder 1,17 US-Dollar auf 13,20 US-Dollar bescherten Apple den heftigsten Kurseinbruch seit Juli letzten Jahres. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, Analysten befürchteten, Apples Finanzmittel würden durch eine Übernahme in einen unsicheren und krisengeschüttelten Markt fließen.

Zwischenzeitig gibt es allerdings auch Meldungen weiterer Interessenten, die den Apple-Deal vereiteln könnten: Sowohl der Öl-Milliardär Marvin Davis als auch Microsoft hätten sich an einer Übernahme von Universal Music interessiert gezeigt und würden jeweils höhere Gebote als Apple machen. Damit würde sich die Rivalität zwischen Apple und Microsoft auf anderem Terrain weiter geführt.

Vivendi selbst scheint vor allem an einem Abschluß mit Davis gelegen zu sein. Dieser hat allerdings bereits verlauten lassen, dass er angesichts der brodelden Gerüchteküche über einen Ausstieg aus den Gesprächen mit Vivendi Universal nachdenkt. chr/ds

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