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Studie: iPhone für Provider unrentabel

08.09.2009 | 11:02 Uhr |

Laut einer Unternehmensberatung machen iPhone-Anbieter mit Apples Smartphone keinen Gewinn. Stattdessen erzeuge das iPhone vor allem Aufmerksamkeit. Umsatz bringen angeblich die anderen Kunden.

Während Analysten Apple für das iPhone wegen seiner hohen Profitmarge loben - von bis zu 60 Prozent sind die Rede - haben Provider die schlechteren Karten und verlieren mit dem iPhone Geld. Dies will das dänische Unternehmen Strand Consulting herausgefunden haben. Einerseits haben die Provider hohe Preise an Apple zu zahlen, um das Trend-Handy mehr oder minder exklusiv anbieten zu dürfen, andererseits seien sie gezwungen, hohe Subventionen zu leisten, um das iPhone zu akzeptablen Preise anzubieten.

"Wir haben keinen Provider gefunden, der mit dem iPhone Sharholder-Value erzeugt hat," kommt Strand Consulting zum Schluss. Ein Vorstand eines Providers habe selbstkritisch konstatiert, der iPhone-Effekt sei jener Effekt, der den Fokus des Managements von den 99 Prozent Kunden ablenke, die für Umsätze sorgen und die Firma finanzierten. Bereits zuvor hatte Strand Consulting mehrfach iPhone-kritische Aussagen gemacht.

In die Berechnungen von Strand Consulting geht jedoch nicht ein, welche positiven Image-Effekte das iPhone auf Provider wie O2 oder T-Mobile habe, die Umsätze insgesamt steigen lassen. Erst am Wochenende hatte der Provider O2, der in Großbritannien exklusiv das iPhone anbietet, der Zeitung Guardian gesagt, vom iPhone profitiert zu haben. Mit Zahlen untermauerte das Unternehmen diese Aussage jedoch nicht.

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