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Disney und Google setzen auf Online-Spiele

29.07.2010 | 07:17 Uhr |

"Social Games" sind der große Renner der Spielebranche. Jetzt bringen sich auch führende Unterhaltungs- und Internetunternehmen in Position.

Mickey Mouse
Vergrößern Mickey Mouse

Ackerbau, Bandenkrieg und das Leben von College-Studentinnen sind derzeit der heißeste Trend der Web-Branche: Mit Online-Spielen wie " Farmville ", "Mafia Wars" und "Sorority Life" erreichen aufstrebende Anbieter tagtäglich Millionen von Nutzern. Der Unterhaltungskonzern Disney verstärkt nun sein Engagement in diesem boomenden Markt. Das mit Micky Maus und Donald Duck groß gewordene Unternehmen verleibt sich für bis zu 763 Millionen Dollar (587 Mio. Euro) den Spieleentwickler Playdom ein. Auch Google nimmt den Markt offenbar ins Visier.

Donald Duck als Ego-Shooter?

"Wir sehen große Wachstumschancen", begründete Disney-Chef Robert Iger am Dienstag im kalifornischen Burbank den hohen Preis für das junge Unternehmen. Playdom ist in zweieinhalb Jahren zu einer Größe in der Welt der Online-Spiele aufgestiegen mit Titeln wie "Social City", "Sorority Life", "Market Street" oder "Bola". Geschätzte 42 Millionen Menschen machen jeden Monat mit. Angedockt sie die Spiele an Soziale Netzwerke wie Facebook und MySpace, in der Branche spricht man daher von "Social Games". Disney will die Online-Spiele mit den bekannten Namen des Konzerns verbinden. Zu dem Konglomerat gehören neben den Trickfilm-Figuren auch Fernsehsender wie ABC und ESPN oder die Marvel-Comics rund um "Spider-Man". Erst jüngst hatte Disney einen Entwickler von iPhone- Spielen übernommen.

Bei der Übernahme von Playdom werden 563 Millionen Dollar direkt gezahlt. Weitere 200 Millionen Dollar kommen hinzu, wenn das Geschäft sich weiter gut entwickelt. Die Übernahme soll im vierten Quartal unter Dach und Fach gebracht werden. Die Wettbewerbsbehörden müssen noch zustimmen.

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