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Unterhaltungsangebote im Web zahlen sich nicht aus

09.06.2004 | 10:23 Uhr |

München - Die Marktforscher von Ovum gehen davon aus, dass Internet-Zugangsgebühren auch in den nächsten Jahren für T-Online, AOL und andere DSL-Anbieter die Haupteinnahmequelle darstellen wird. Internet-Tools sowie Musik- und Video-Downloads werden dagegen kaum Umsätze, geschweige denn Gewinne abwerfen.

Wie die "Financial Times Deutschland" vorab berichtet, rechnet Ovum in einer aktuellen Studie, dass der Umsatzanteil der Internet-Unterhaltungsangebote erst im Jahr 2007 die 20-Prozent-Marke überschreiten wird. Mit einem Gesamtumsatz von 1,2 Milliarden Euro wäre dieser Markt dann in etwa so groß wie der Absatz mit Kauf-DVDs und Videos heute. Dennoch bleiben die Einnahmen aus Internet-Zugangsgebühren mit einem Anteil von mehr als zwei Drittel der wichtigste Teil des Geschäftes. Allerdings wird es den DSL-Anbietern schwer fallen, aus diesen Umsätzen auch Gewinne zu machen. Als hochprofitables, wenn auch nicht so stark wachsendes Geschäft bewertet Ovum-Analyst Michael Philpott die Vermarktung von Internet-Tools, wie Antivirensoftware oder Pornofilter. Ihr Anteil an den Gesamteinnahmen soll von vier Prozent im Vorjahr auf 13 Prozent bis 2008 wachsen.

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