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Unterhaltungselektronik geht online

15.02.2000 | 00:00 Uhr |

Der PC wird in den kommenden Jahren auch in Europa
seine Vorrangstellung als Zugang zum Internet verlieren. Nach
Einschätzung des Marktforschungsinstituts Forrester Research werden
bereits in vier Jahren mehr als die Hälfte aller Internet-Nutzer in
Europa ein Handy, einen Fernseher oder ein anderes Gerät für den
Zugang wählen.

In den USA war diese Entwicklung bereits im vergangenen Jahr
vorausgesagt worden. «Ob der Fernseher, der PC zu Hause oder das
Handy - Interaktivität wird in den kommenden Jahren alle
Konsumentengeräte verändern», sagte Therese Torris von dem
Marktforschungsinstitut am Montag im Vorfeld der Multimedia-Messe
Milia in Cannes. Die Messe öffnet an diesem Dienstag bis zum 18.
Februar ihre Tore für die Aussteller und Besucher.

Bereits in wenigen Jahren wird es nach Meinung von Fachleuten kaum
noch elektronische Gebrauchs- und Unterhaltungsgeräte geben, die
nicht auf Dienste im Internet zugreifen können. Johan Montelius von
der Marktforschungsgesellschaft Jupiter Communication erwartet, dass
interaktives Fernsehen bereits 2003 mehr genutzt wird als das World
Wide Web. Dennoch werde der PC durch diese Entwicklung nicht völlig
verdrängt. «Sicherlich gibt es viele Dienste, die man lieber vom Sofa
als vom Schreibtisch aus in Anspruch nehmen wird», sagte Montelius.
Künftig würden beide Plattformen aber nebeneinander existieren.

dpa

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