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Unterhaltungselektronik kabellos

25.08.2005 | 09:58 Uhr |

Was könnte die Welt einfach sein: Man kauft sich einen Fernseher, DVD-Spieler oder Festplattenrecorder und braucht sie nur in die Steckdose einzustöpseln, statt der lästigen Kabel kommunizieren die Geräte über Funk miteinander. Technisch längst möglich, wird die Zukunftsvision zur diesjährigen Internationalen Funkausstellung (IFA) endlich auch eine Realität für den Massenmarkt.

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Als Mittel der Wahl scheinen sich dabei WLAN-Funknetzwerke zu etablieren, die mit ihrer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 54 MBit/Sekunde auch in der Computerwelt eingesetzt werden - ein weiteres Indiz für das Zusammenwachsen von PC und Unterhaltungselektronik. Und das Vorpreschen von Billigherstellern zeugt davon, dass die Technologie reif für die breite Masse ist. Yakumo zum Beispiel baut WLAN-Chips in alle möglichen Geräte vom Video- und Musik-Center zum DVD-Player ein. Mit der schnellen Reaktion auf den Trend hoffe man, sich gleich ein großes Stück des neuen Marktes zu sichern, sagt Firmenchef Jürgen Rakow. Kabelfreie Geräte gibt es auch von anderen Firmen, zum Beispiel Buffalo oder Kiss.

Zuvor waren nur große Hersteller mit wenigen Geräten auf dem Markt aktiv, wie Philips mit seiner teuren Streamium-Reihe, die zunächst kein Verkaufshit wurde. «Es war einfach zu früh», meint ein Brancheninsider dazu. Zur IFA bringt Philips nun unter anderem ein Wireless Music Center im edlem Design mit, das drahtlos bis zu fünf Stationen versorgen kann. Yamaha zeigt einen Musik-Server sogar für 15 Empfänger. Vor allem die Markengeräte haben aber noch durchaus ihren Preis - das Yamaha-Center zum Beispiel soll stolze 1800 Euro kosten.

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