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Mobilfunk rettet AT&T die Bilanz

22.04.2010 | 07:22 Uhr |

Der US-Telekomkonzern AT&T kommt im ersten Quartal trotz des Booms beim mobilen Internet nicht von der Stelle. Der Umsatz stagnierte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 30,6 Milliarden Dollar - der Gewinn brach wegen einer Sonderbelastung um 20 Prozent ein. Das starke Wachstum im Mobilfunk wurde durch den Rückgang im Festnetzgeschäft aufgefressen.

Das iPhone 3G S hat sich gegenüber seinem Vorgänger äußerlich nicht geändert.
Vergrößern Das iPhone 3G S hat sich gegenüber seinem Vorgänger äußerlich nicht geändert.
© Apple

AT&T-Chef Randall Stephenson gab sich dennoch optimistisch: «Wir hatten einen großartigen Start ins Jahr und der fundamentale Ausblick für unser Geschäft bleibt ziemlich positiv», sagte er am Mittwoch.

Dank der starken Nachfrage nach Smartphones konnte AT&T im ersten Quartal insgesamt 1,9 Millionen neue Mobilfunkkunden anziehen - ein Rekord in der Firmengeschichte. Mit 87 Millionen Mobilfunkkunden ist AT&T die Nummer Zwei auf dem US-Mobilfunkmarkt hinter Verizon Wireless. Bislang profitiert AT&T vor allem von seinem Exklusivvertrag für das iPhone von Apple. Das Monopol könnte allerdings wackeln: Das «Wall Street Journal»berichtete, dass Apple schon an einem iPhone-Modell für das Netz des Konkurrenten Verizon Wireless arbeitet.

Vor allem die Smartphone-Nutzer, die sich mit ihrem Handy viel im Internet bewegen, treiben die Umsätze nach oben. Bei AT&T legten die Datenumsätze auf Mobiltelefonen im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Drittel zu. Das machte sich auch in den durchschnittlichen Umsätzen je Kunde bemerkbar, die bei den Vertragskunden auf knapp 62 Dollar stiegen.

Den Rückgang im Festnetzgeschäft konnte der Boom beim Mobilfunk allerdings nicht ausgleichen. Hier hakt es vor allem bei den Geschäftskunden. Im Privatkundengeschäft konnte AT&T dank einer wachsenden Zahl von schnellen Breitbandanschlüssen und der steigenden Nachfrage nach seinem Internetfernsehangebot die Umsätze fast stabil halten.

Im ersten Quartal verdiente AT&T unterm Strich wegen Sonderbelastungen von fast einer Milliarde nur noch 2,5 Milliarden Dollar - nach 3,1 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Im Zuge der Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama - Unternehmen müssen sich jetzt an den Kosten für die Krankenversicherung ihrer Angestellten beteiligen - fielen steuerliche Vergünstigungen bei einer Tochter weg. (dpa)

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