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Unterschiedliche Webbrowser - unterschiedliche Darstellung

18.07.2008 | 12:50 Uhr |

Gerade wer sein Webangebot am Mac erstellt und die Programmierversuche nur mit Safari testet, erlebt oft eine böse Überraschung, sobald er seine Website mit einem anderen Browser sieht.

Workshop Browser: allestesten
Vergrößern Workshop Browser: allestesten

Die mühsam mit dem HTML-Editor erstellten Seiten sehen am Mac unter Safari klasse aus, der Freund mit Windows XP und Internet Explorer als Browser hingen bekommt unter Umständen eine andere Optik und im schlimmsten Falle lediglich Teile der Funktionalität zu sehen. Schuld ist hier nicht Safari oder das Mac-Betriebssystem, das Beispiel funktioniert auch umgekehrt - unter Windows erstellte und für den Internet Explorer optimierte Seiten sehen bei Verwendung von Safari nicht wirklich gut aus. Dutzende von verschiedenen Browsern in jeweils wieder Dutzenden von Versionen auf unterschiedlichen Betriebssystemen machen es fast unmöglich, eine Website zu erstellen, die alle Browser identisch anzeigen.

Darstellungsoptionen

Die wenigen von uns, die sich noch an die Anfänge des World Wide Web erinnern können, schwadronieren gern von damaligen Standards, die Probleme verhindert hätten. Das ist natürlich schlichtweg Blödsinn. Am Anfang bestanden Inhalte lediglich aus einem Schrifttyp, dargestellt auf grauem Hintergrund, Texte mit Hyperlink waren blau gekennzeichnet. Aber schon kurz nach dieser Geburtsstunde begannen

die Probleme, die Anwender wollten nicht mehr nur Texte, sondern formatierte Textblöcke mit Bildern darstellen. Man formatierte damals mithilfe der brandneuen "Tables" (Tabellen), in deren Zellen Text und Bilder untergebracht wurden. Allerdings konnten derart gestaltete Webseiten auch nur dargestellt werden, wenn man über einen Webbrowser verfügte, der "Tables" unterstützte. Das Problem ist heute nicht anders. Surfer und Betreiber von Websites wollen immer mehr Optionen bei Darstellung und Inhalt der Angebote, längst nicht alle Browser unterstützen das. Zu allem Überfluss scheitern Standardisierungsversuche immer wieder am Egoismus der Browser- Hersteller, die ihrer Lösung noch ein paar nette Extra-Features beipacken wollen. Dilemma beim Seitenbau Apple hat mit iWeb gezeigt, dass man Webangebote so gestalten kann, dass die Inhalte zumindest bei aktuellen Browsern nicht zu unterschiedlichen Ergebnisse führen. Auch bei Verwendung von datenbankbasierten Komplettsystemen lassen sich die meisten Schwierigkeiten lösen, die unterschiedliche Standards bei den Browsern verursachen. Die Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner, also einer Funktionalität, die alle Browser unterstützen, ist zwecklos, will man nicht reine Textseiten anbieten. Hier lohnt sich auf jeden Fall ein Blick in die Statistiken über die verwendeten Browser und deren Marktanteile im Internet. Man wird schnell erkennen, dass bei Einhaltung von Standards der Top-20- Browser (inklusive ihrer unterschiedlichen Versionen) über 95 Prozent der Besucher eines Webangebots dieses vernünftig dargestellt bekommen.

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