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Unveröffentlichte Oscar-Filme von Filmpiraten erbeutet

21.12.2015 | 12:55 Uhr |

Am 28. Februar 2016 soll in Los Angeles die 88. Oscar-Verleihung stattfinden. Im Zuge dessen erhielt die Jury schon im Vorhinein sogenannte Screener, um die Filme angemessen bewerten zu können. Jetzt ist es Filmpiraten gelungen, an 40 Oscar-Filme zu kommen und diese teils zu veröffentlichen.

Mindestens 40 für den Oscar in Betracht gezogene Filme sollen seit Donnerstag laut ComputerBase in den Hände von Filmepiraten sein. Demnach könnte eine mögliche Quelle der illegalen Beschaffung aus den Reihen der Mitglieder der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) stammen. Hunderte Mitglieder der AMPAS erhalten schon mehrere Wochen vor Kinostart sogenannte Screener auf DVD oder Blu-rays in guter Qualität, damit sie die Filme im Vorhinein angemessen bewerten können.

Dass, wie in diesem Fall, bereits vor offiziellem Kinostart zahlreiche Filme veröffentlicht werden, ist eigentlich nichts Ungewöhnliches. Das besondere bei den Leaks der Oscar-Filme sind jedoch die Quelle, Quantität und Qualität. Natürlich werden gegen solche Vorfälle Schutzmaßnahmen getroffen. Die Screener sind für gewöhnlich mit individuellen Wasserzeichen gekennzeichnet, um diese im Zweifel den zuständigen Personen zuordnen zu können. Allerdings sollen die Filmpiraten in der Lage sein, diese zu entfernen. Zudem muss die Quelle nicht zwangsläufig ein Mitglieder der AMPAS sein, da auch über die Filme auch über den Postweg abgefangen werden können.

Unter den 40 Filmen befinden sich einige potentielle Blockbuster, wie beispielsweise der neue Quentin-Tarantino-Film „The Hateful Eight“. Offizieller Starttermin für den Kinofilm ist der 25. Dezember 2015, in Deutschland kommt der Film erst am 28. Januar 2016 in die Kinos. Die Filmpiraten der Gruppe „Hive-CM8“ veröffentlichte bereits eine NFO-Datei, in der sie auch auf zukünftige Uploads der Oscar-Filme verweisen:

„Anmerkung:

DVDScreener 1 von 40 ;) werden einen nach dem anderen hochladen, starten aber mit dem heißesten Titel des Jahres, der Rest folgt

Verschlüsselung: Die Qualität dieses Films war perfekt. All digitalen Wasserzeichen wurden entfernt [...] Haben die Helligkeit, den Kontrast und RGB-Farbraum angepasst und Schärfe hinzugefügt“

Damit deutet die Gruppe noch weitere 39 Filme an, die sie demnächst ins Netz stellen wird. Dazu sollen unter anderem auch „Creed“, von und mit Sylvester Stallone, und „The Revenant“ mit Leonardo DiCaprio und Tom Hardy gehören. „ Star Wars: The Force Awakens “ soll jedoch nicht zu der Liste an geleakten Filmen gehören, da Disney sich dagegen entschieden habe, im Vorfeld schon Screener zu veröffentlichen. In diesem Fall setzte Disney auf Sicherheit, auch wenn das bedeutet, dass der Film an der Preisverleihung nicht teilnehmen kann.

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