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Update auf iOS 10.1.1 soll weitere Akku-Probleme auslösen

30.11.2016 | 13:29 Uhr |

Nach dem Update auf 10.1.1 berichten viele Anwender über neue Akku-Probleme, nicht nur das iPhone 6s sei betroffen. Unsere Tipps.

Kürzlich hat Apple zugegeben, dass iPhone 6s einer bestimmen Serie ernste Akkuprobleme hat. Einige zwischen September und Oktober 2015 hergestellte Geräte haben einen fehlerhaften Akku und schalten sich bei halbvollem Energiespeicher plötzlich ab. Den Defekt wird Apple aber beheben, bei einem Apple Service Provider erhalten diese Nutzer kostenlos einen neuen Akku eingebaut.

Im Apple-Forum melden sich allerdings eine Vielzahl an Besitzer älterer und neuerer iPhones, die das gleiche Problem melden. Auf bereits zwanzig Seiten beschweren sich hier bisher iPhone-Nutzer über Akku-Probleme. Vor allem seit dem Update auf 10.1.1 würde sich ihr iPhone bereits bei einem Akkustand von 30 oder 50 Prozent abschalten, nach dem Einstecken in ein Ladegerät würde aber überraschenderweise ein halbvoller Akku angezeigt. Vor allem Letzteres ist die Besonderheit: Bei älteren iPhones mit schwachem Akku kommt es häufig vor, dass sich das Gerät bei einem Ladezustand von 30 Prozent ausschaltet. Dann wird aber beim Aufladen ein leerer Akku angezeigt. Durch Minusgrade wird dies noch verstärkt . Tipp: Manchmal kann man die fehlerhafte Akkuanzeige durch das komplette Laden und Entladen des Akkus korrigieren.

Ist das Update die Ursache?

Auffallend viele Anwender melden kurz nach dem Update auf iOS 10.1.1 Akkuprobleme. Leider ist bisher weiter unklar, ob es sich um ein Systemproblem oder einfach defekte Akkus handelt. So laufen nach jedem Systemupdate eine Reihe an Hintergrundprozessen ab, was zu hohem Energieverbrauch führt - der Akku leert sich in den Tagen nach einem Update schneller. Hier hilft manchmal ein Reset des Systems, nach unseren Erfahrungen übrigens auch das Zurücksetzen der Netzwerkeinstellungen.

Völlig ausschließen lässt sich aber auch ein defekter Akku nicht, so gab es in China große Probleme mit defekten Akkus. Hier waren angeblich defekte Ladgeräte die Ursache, die die Ladeelektronik verursacht haben.

Es gibt fast keine Möglichkeiten, sein iPhone selbst zu testen. Eigentlich kann man nur empfehlen, das defekte Gerät in einem Apple Store prüfen zu lassen. Wir stellen aber zwei alternative Möglichkeiten vor, hat doch nicht jeder einen Apple-Laden vor der Haustür:

Kann man einen Amok laufenden Hintergrundprozess identifizieren?

Seit iOS 9 unterstützt das System leider keine Anzeige aktiver Hintergrundprozesse – ein Sicherheitsfeature. Wir schlagen aber einen alternativen Test vor: Einige iOS-Apps wie etwa die System & Monitoring Tools können die aktuelle CPU-Last anzeigen, was sich für das Aufspüren von Hintergrundprozessen eignet. Eigentlich sind diese CUP-Apps nutzlos, weil nach Öffnen der App alle Prozesse im Hintergrund stark abgebremst werden. Nach einigen Sekunden fällt deshalb in der Regel die CPU-Last auf einen niedrigen Wert von vielleicht zehn bis 20 Prozent. Sinkt die CPU-Last allerdings auch nach einer  Minute nicht unter 50 Prozent, gibt es ein Problem mit einem Hintergrundprozess: Eine App oder ein Systemprozess. Wir empfehlen in diesem Fall einen Neustart des Gerätes und die testweise Deaktivierung von Apps mit Hintergrundaktualisierungen .

Für niedrigen Stromverbrauch muss die CPU-Last eines iPhones niedrig sein.
Vergrößern Für niedrigen Stromverbrauch muss die CPU-Last eines iPhones niedrig sein.

Alter des Akkus prüfen

Schließt man ein iPhone per USB-Kabel an einen Mac an, kann die Freeware Coconut Battery den Akku prüfen. Den Test im Apple Store kann dies nicht ersetzen, man erfährt aber die Restkapazität des Akkus und die bisherigen Ladezyklen. Bei einer Restkapazität von knapp über 90 Prozent ist ein Akku beispielsweise schon etwas angeschlagen - sollte aber noch problemlos funktionieren.

Die Freeware kann einen iPhone-Akku überprüfen.
Vergrößern Die Freeware kann einen iPhone-Akku überprüfen.
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