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iOS 5: Zehn Gründe für das Update

18.10.2011 | 10:07 Uhr |

Es spricht viel dafür, den Sprung auf iOS 5 zu wagen, denn das Update bringt viel Neues. Wir zählen die wichtigsten Neuerungen auf.

iOS 5 ist in vielerlei Hinsicht ein lohnendes Update. Es bringt nicht nur neue Funktionen, sondern auch Praxisverbesserungen. Denn anders als beim Wechsel von iOS 3 auf Version 4 ist das iPhone hinterher nicht spürbar langsamer, sondern tendenziell sogar etwas schneller als mit iOS 4.

Geschwindigkeit

Nutzer, die ein iPhone 4 oder iPhone 3GS auf iOS 5 aktualisieren, müssen sich keine Sorgen machen, dass das neue System ihr Smartphone ausbremst. Dies beklagten viele Nutzer des iPhone 3G, nachdem sie auf iOS 4 wechselten. Die subjektive Reaktionszeit ist wie unter iOS 4, nicht langsamer. Dagegen sind einige Anwendungen sogar etwas schneller geworden.
Besonders beim Browser Safari bringt das Update einen recht deutlichen Schub. Webseiten laden deutlich schneller. Dies zeigen auch die Messergebnisse: Spiegel Online lädt beispielsweise rund fünf Sekunden schneller als unter iOS 4. Auch andere Messungen fallen leicht zu Gunsten von iOS 5 aus. Die Grafikleistung ist leicht besser, Ladezeiten und Leistungsbenchmarks zeigen eine minimale Verbesserung unter iOS 5. Das ist nicht unbedingt bemerkbar, langsamer ist das neue System aber definitiv nicht.

iCloud

Für Nutzer von Mobile Me ist der Sync-Dienst iCloud zunächst einmal nicht viel Neues. Auch Nutzer eines Google-Kontos kennen die wichtigsten Funktionen von iCloud schon: E-Mail und Kalenderabgleich. iCloud geht aber noch etwas weiter und ist in der Grundversion kostenlos. Er bringt die von Mobile Me bekannten Ortungsfunktionen wie „Mein iPhone suchen“ und „Zugang zu meinem Mac“. iOS-Nutzer können iCloud auch als Backup-Speicherort nutzen und das Gerät aus iCloud heraus wiederherstellen.

Fotoflut

Wer gerne unterwegs mit seinem iPhone fotografiert, hat einige praktische Neuerungen in iOS 5. So kann man jetzt auch direkt vom gesperrten Bildschirm aus die Kamera aufrufen. Dazu drückt man den Homebutton zwei Mal und klickt dann unten rechts auf das Kamerasymbol. Der „Plus“-Knopf der Lautstärketasten ist jetzt auch ein physischer Auslöser. Dazu kann man sich ein Hilfsraster einblenden lassen, um schiefe Bilder zu vermeiden.

Zusätzlich gibt es jetzt eine rudimentäre Bildbearbeitung in iOS. Der iPhone-Fotograf kann rote Augen entfernen, Bilder drehen und beschneiden, sowie eine Autokorrektur für Belichtung und Farbe wählen. Viele Fotoapps gehen da noch viel weiter, für die meisten Anwender werden die wenigen Apple-Funktionen aber reichen. Dank der "Fotostream"-Funktion in iCloud muss man das iPhone auch nicht mehr an den Mac anschließen und Bilder manuell nach iPhoto importieren. Das iPhone lädt neue Bilder stattdessen automatisch per Wlan zu iCloud und so erscheinen sie auch in iPhoto.

Auf Wiedersehen, iTunes!

Die vielleicht praktischste Neuerung von iOS 5: Wir werden endlich von iTunes unabhängig. Ab sofort benötigt man die Verwaltungssoftware nicht mehr. Man kann das iPhone selbstständig einrichten und aktivieren, gekaufte Apps aus der iCloud laden, das Backup in der iCloud statt in iTunes sichern und auch Systemupdates für iOS direkt aus dem Netz auf das iPhone laden. Lediglich Musik und Filme müssen Nutzer derzeit noch über iTunes auf ein iOS-Gerät schieben, hier gibt es in Deutschland noch keine praktischen iCloud-Downloads wie bei Apps und Büchern. Wer bei iTunes bleibt, kann aber zumindest auf das Kabel verzichten. iTunes und iPhone können sich ab jetzt auch über Wlan abgleichen.

Benachrichtigungen

Praktisch: verpasste Mitteilung listet iOS 5 auf dem Sperrbildschirm. Schiebt man das entsprechende App-Icon nach rechts, startet die App.
Vergrößern Praktisch: verpasste Mitteilung listet iOS 5 auf dem Sperrbildschirm. Schiebt man das entsprechende App-Icon nach rechts, startet die App.

Die Mitteilungszentrale ist eine der zentralen Neuerungen in iOS 5. Diese wischt man per Fingerstreich auf den Bildschirm und findet dort verpasste Mitteilungen und aktuelle Infos via Widget. So sieht man das Wetter der nächsten Tage stets auf einen Blick und verpasste Anrufe und Benachrichtigungen ebenfalls. In den Systemeinstellungen darf der Nutzer jetzt festlegen, auf welche Art welche App auf sich aufmerksam machen darf. Es gibt weiterhin Popups ähnlich wie die bisherigen Push-Nachrichten. Diese muss der Nutzer aktiv wegklicken.

Dazu gibt es jetzt "Banner", die am oberen Bildschirmrand eingeblendet werden, aber von alleine wieder verschwinden. Eine angenehm dezente Form der Mitteilung. Besonders gelungen ist auch die Ansicht bei gesperrtem Bildschirm. Hier sieht man ebenfalls verpasste Meldungen recht übersichtlich untereinander. Man kann sogar direkt aus dem Sperrbildschirm in eine der Apps springen, die auf sich aufmerksam macht. Dazu zieht man das Icon der App aus der Meldung nach rechts.

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