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Filemaker Pro 11 kommt Ende März

09.03.2010 | 15:01 Uhr |

Mehr Datenbank und weniger Tabellenkalkulation wünscht sich der US-Hersteller Filemaker. Um den Einstieg zu erleichtern, funktioniert Filemaker Pro 11 stellenweise ähnlich wie Excel.

Filemaker Pro 11
Vergrößern Filemaker Pro 11

Eine der Neuerungen von Filemaker Pro 11 ist die Tabellen- oder Listenansicht, in der man mit wenigen Klicks neue Spalten (oder im Datenbank-Deutsch: "Felder") erzeugt. Profis können dafür - wie bisher - das Fenster "Felddefinitionen" nutzen.

Diese Listenansicht ist dann die Basis für "Schnellberichte": Gemeint sind Gruppierungen der Datensätze beispielsweise bei Kundendaten nach Ort oder Land. Für diese Gruppen blendet Filemaker Pro 11 dann auf Wunsch dann Summenwerte ein; die nötigen Berechnungsfelder erzeugt die Datenbank im Hintergrund automatisch.

Wer detaillierte Auswertungen haben will, bekommt Hilfe vom neuen Layout- und Bericht-Assistenten. Filemaker hat die (bisher separat erhältliche) Software Chartmaker in die Version 11 übernommen. Deshalb sind jetzt einfache Business-Grafiken wie Balken- oder Kreisdiagramme ohne Zusatzsoftware machbar.

Wer Daten aus einer Excel-Tabelle übernimmt, kann diesen Import halb-automatisieren: Nach Änderungen in der Excel-Datei kann man die Zeilen mit einem Knopfdruck in eine Filemaker-Datenbank übernehmen. Filemaker Pro 11 erzeugt daraus einen Datenbank und übernimmt die Werte aus der Tabellenkalkulation.

Die neue Version 11 bietet erstmals eine "Schnellsuche", die in allen Text- und Zahlenfeldern automatisch nach dem Suchbegriff fahndet. Datenbank-Designer können aber einzelne Felder von der Suche ausschließen, um den Vorgang zu beschleunigen. Hat man die gewünschten Datensätze gefunden und in die richtige Darstellung gebracht, kann man einen "Snapshot-Link" erzeugen. Diese XML-Datei enthält alle Informationen über Darstellung und Datensätze und soll in Abteilungen die Zusammenarbeit vereinfachen, weil mehrere Mitarbeiter mit diesem Link die exakt gleiche Ansicht der Datenbank nutzen können.

Bei den mitgelieferten Beispielen verweist Filemaker besonders auf "Rechnungen", eine schon relativ ausgefeilte Lösung für Handelsunternehmen: Sie enthält eine Art Warenbestand, eine Kunden- und Bestelldatenbank, die dann gemeinsam für die Rechnungsstellung genutzt werden. Diese Beispiellösung ist ausführlich dokumentiert und sollte sich mit wenig Anpassungsaufwand in kleineren Unternehmen einsetzen lassen.

Die Preise sind identisch Filemaker Pro 11 kostet 415 Euro; das Update von Version 9 oder 10 ist für rund 250 Euro erhältlich. Bis 23. September 2010 sind diese Update-Preise auch für Besitzer von Filemaker 8 und 8.5 gültig.

Die Versionen für Entwickler ("Filemaker Pro 11 Advanced") kostet 595 Euro und Filemaker Server 11 1190 beziehungsweise Filemaker Server 11 Advanced 3390 Euro.

Ab sofort ist nur die englische Version erhältlich. Die lokalisierte Version in Deutsch soll bis 23. März 2010 folgen. Bis Anfang April läuft der Verkauf nur über Internet; im Handel sollen die neuen Filemaker-Varianten ab 6. April 2010 erhältlich sein.

Info: Filemaker Deutschland www.filemaker.de

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