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Urlaub und Reise ade - Betrug mit Buchungsseiten

22.08.2006 | 10:57 Uhr |

Online-Betrug, bei dem überzeugend echt aussehende Websites zum Einsatz kommen, wird zu einem immer größeren Problem im Netz. Jüngstes Beispiel aus Großbritannien sind Buchungsseiten für Urlaubsreisen.

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Die britische Polizei hat einen 60jährigen Mann und eine 30jährige Frau verhaftet, die Reisewillige mit Hilfe von gefälschten Buchungsseiten für Urlaubsreisen abgezockt haben. Dabei sind den beiden einige tausend Internet-Nutzer in die Falle gegangen. Das Schema: Die Nutzer buchten die Reisen, leisteten Zahlungen und wurden am Ende darüber informiert, dass die Reise storniert wurde - Rückzahlungen gab es deswegen aber keine. Die BBC berichtet beispielsweise von einer jungen Frau, die einen Trip für ihre Flitterwochen buchen wollte, um dann am Hochzeitstag von der Stornierung zu erfahren.

Rund 3000 Internet-Nutzer sollen insgesamt betrogen worden sein. Der Schaden aller Opfer zusammen soll einge hundertausend Pfund betragen. Von ihrem Geld werden die Opfer voraussichtlich nichts mehr sehen, es sei denn, sie haben per Kreditkarte bezahlt, so eine Einschätzung der Association of British Travel Agents (ABTA), von der auch die Hinweise an die Polizei gingen, was dann schließlich zu den Verhaftungen führte. Derzeit werden der Mann und die Frau von Beamten des Betrugsdezernats verhört, so die Metropolitan Police. Das Office of Fair Trading ist ebenfalls in die Untersuchung eingeschaltet.

Sechs bis sieben Websites waren in die Abzocke involviert, darunter unbeatableholidays.com, holidaysforunder200pounds.com, sunmedresorts.com und holidayezs.com. Jede der Web-Seiten wurde nur für kurze Zeit genutzt, bevor sie wieder offline genommen und mit der nächsten weitergemacht wurde. Im Hintergrund stand allem Anschein nach eine Firma namens Fleetwood Holidays, die ihr Londoner Büro vor nicht mal einer Woche dicht machte – ohne Angabe von Nachsendeadresse oder sonstigen Korrespondenz-Möglichkeiten.

Online-Betrug, bei dem überzeugend echt aussehende Websites zum Einsatz kommen, wird zu einem immer größeren Problem im Netz. Viele Firmen deren Name dafür missbraucht wird, haben damit begonnen, Software und Dienste ins Leben zu rufen, um gegen etwaige Betrügereien vorzugehen. Ein aktuelles Beispiel ist Yahoo: Das Unternehmen hat eigenen Aussagen zufolge einen Dienst in der Testphase, der es Nutzern erlauben soll herauszufinden, ob sie auf eine angeblich Yahoo-angegliederte Website gelockt werden sollen oder ob mit der Site alles in Ordnung ist (:wir berichteten).

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