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Urteil: Pandora muss keine höheren Lizenzen zahlen

21.03.2014 | 07:10 Uhr |

Pandora unterscheidet sich wesentlich von Spotify und muss daher weniger Lizenzgebühren zahlen, urteilt Richterin Denise Cote. Apple zahlt aus anderen Gründen wesentlich mehr.

Der Musikstreamingservice Pandora ist laut einem Urteil der New Yorker Richterin Denise Cote eher als herkömmliches Radio zu betrachten und muss daher nicht höhere Lizenzen an die Rechteinhaber der gespielten Songs abführen, berichtet Gigaom . Demnach bleibt es bei den 1,85 Prozent vom Jahresumsatz, den Pandora an die Musikindustrie abzuführen hat. Der Betreiber des Services hatte zwar eine Reduzierung auf 1,7 Prozent gefordert, gibt sich mit der Entscheidung aber zufrieden. Der Kläger, die American Society of Composers, Authors and Publishers (ASCAP), hatte eine Lizenzgebühr in Höhe von 3 Prozent des Jahresumsatzes von Pandora gefordert.

Explizit benennt Richterin Cote in ihrem Urteil die Unterschiede zwischen Pandora und iHeart Radio auf der einen Seite und iTunes Radio sowie Spotify auf der anderen. Zwar strahle Pandora nicht wie ein traditioneller Radio-Sender ein Programm für viele aus, sondern individuelle Streams, doch sei dieser Unterschied technischer Natur und Pandora müsse wie iHeart Radio als Radiostation betrachtet werden und entsprechende Lizenzgebühren zahlen. Spotify hingegen kannibalisiere mit seinem Streaming-on-demand den digitalen Verkauf von Musik, weswegen höhere Lizenzgebühren gerechtfertigt seien. Eine Sonderrolle spiele Apples iTunes Radio, das erst vor kurzem an den Start gegangen ist. Angeblich zahlt Apple sogar zehn Prozent Lizenzgebühr an die ASCAP, iTunes Radio diene aber auch dazu, den Verkauf von Apple-Hardware anzukurbeln

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