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Samsung will in Berufung gehen

27.08.2012 | 09:43 Uhr |

Samsung will das Urteil des Bezirksgerichts von Nordkalifornien nicht akzeptieren und will Rechtsmittel dagegen einlegen.

In einer Mitteilung schreibt der koreanische Konzern: "Es ist unglücklich, dass sich das Patentgesetz so manipulieren lässt, um einer Firma das Monopol auf Rechtecke mit abgerundeten Ecken zu geben oder auf eine Technologie, die Samsung und andere Firmen täglich verbessern. Das ist nicht das letzte Wort in diesem Fall oder in Schlachten, die in Gerichten weltweit geschlagen werden, wo etliche von Apples Behauptungen bereits zurückgewiesen wurden." Die Entscheidung des Gerichts sei eine Niederlage für den amerikanischen Konsumenten, der nun weniger Wahlmöglichkeiten habe.

Das Urteil kam am Freitag Nachmittag nach Westküstenzeit überraschend früh, Experten hatten damit gerechnet, dass sich die Jury mit den rund 700 Detailfragen länger hätte beschäftigen müssen. Die Jury habe es sich aber nicht einfach gemacht und sich vor ihren Pflichten gedrückt, sondern gewissenhaft gearbeitet, meint der Rechtsexperte Roy Futterman gegenüber unseren Kollegen der Macworld. Die Entscheidung der Jury sei konsistent, auf der einen Seite befanden sie Samsung der Verletzung vieler Patente schuldig, auf der anderen Seite sahen sie die von Samsung angeführten Patente, die Apple verletzt habe, als ungültig an. Dabei habe sich die Jury auch wohl überlegt, welche Samsung-Geräte Apples Patente verletzten und welche nicht. Samsung habe laut Futterman von Anfang an auf verlorenem Posten gestanden, es sei "weithin akzeptiert", dass Apple mit seinen Innovationen den Smartphone- und Tablet-Markt verändert habe. Apples Anwälten sei es gut gelungen, ihre diesbezüglich Botschaft zu verbreiten.

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