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Utilities zur Datenrettung

05.05.2008 | 12:15 Uhr |

Auch ein Mac kann mal krank werden. Ursache ist beispielsweise ein System-Update, das zu den installierten Programmen oder einer externen Hardware nicht kompatibel ist. Wenn die Hausmittel des Systems nicht ausreichen, um die Daten zu sichern und die Festplatte gesund zu erhalten, hilft der Griff zu einem Spezialprogramm.

Die wichtigste Medizin gegen alle Krankheiten ist ein möglichst aktuelles Backup auf einem externen Medium. Im Notfall stellt man von dort die Daten auf der (neuen) internen Festplatte wieder her und verliert maximal die Arbeitszeit seit dem letzten Backup zusätzlich zum Aufwand für das Wiederherstellen der Daten. Außerdem sollte der Medizinschrank eine Möglichkeit bieten, die Verzeichnisse der Laufwerke zu prüfen und gegebenenfalls auch zu reparieren, wenn sich ein Fehler findet. Und wer ganz sicher gehen möchte, legt sich auch noch ein Werkzeug zu, mit dem sich die Hardware des Mac untersuchen lässt.

Hausmittel

Wer mit Mac-OS X Leopard arbeitet, hat eigentlich alle Medizin schon an Bord. Time Machine sorgt für die aktuelle Sicherung der Daten auf einer externen Festplatte oder auf Time Capsule. Inoffiziell (also von Apple nicht offiziell unterstützt) funktioniert es auch mit Netzlaufwerken inklusive eines Airport-Laufwerks. Das Festplatten-Dienstprogramm prüft die Laufwerksverzeichnisse und repariert sie gegebenenfalls, wobei man dies beim Startlaufwerk nicht direkt erledigen kann. Die einfachste Methode ist dann, den Rechner durch Drücken der Umschalttaste im gesicherten Modus zu starten. Dabei überprüft das System das Laufwerk und behebt eventuelle Fehler. Die Alternative ist der Start von der System-DVD. Dann kann man das Festplatten-Dienstprogramm von der DVD starten und die interne Festplatte des Mac reparieren. Mit dem Festplatten-Dienstprogramm lässt sich mit der Option "Wiederherstellen" auch eine exakte Kopie eines Laufwerks auf einer anderen Festplatte erstellen.

Prüfen: Techtool Pro prüft Verzeichnisse, Dateien sowie die Hardware des Rechners.
Vergrößern Prüfen: Techtool Pro prüft Verzeichnisse, Dateien sowie die Hardware des Rechners.

Zum Prüfen der Hardware gibt es den Apple Hardware-Test. Dieser befindet sich auf der Installations-DVD, die mit jedem Mac mitgeliefert wird. Bei Intel-Macs startet man den Rechner neu und hält die Taste "D" gedrückt, um mit dem Hardware-Test zu beginnen. Bei Macs mit Power-PC-Prozessor ruft man beim Starten durch Drücken der Wahltaste den Startmanager auf und wählt dann auf dem Monitor den Hardware-Test aus. Noch einfacher ist es bei den aktuellen Rechnern: Die seit Januar 2008 auf den Markt gekommenen Mac Pro und Macbooks (Pro und Air inklusive) sowie die im Sommer 2007 erschienenen Aluminium-iMacs haben den Hardware-Test schon an Bord. Bei diesen Rechnern genügt es, mit gedrückter Taste "D" zu starten, ohne die DVD einzulegen.

Manche Dinge lassen sich mit den Bordmitteln aber nicht beziehungsweise nicht immer erledigen. So kann man zwar eine startfähige Kopie des Startlaufwerks anlegen, diese jedoch nicht aktualisieren, sondern muss jedes Mal wieder alle Dateien kopieren. Wer nicht mit Leopard arbeitet, sondern mit Tiger oder Panther, hat kein Backup-Programm an Bord. Und bei der Reparatur des Laufwerksverzeichnisses stößt das Festplatten-Dienstprogramm auch schon mal auf ein Problem, das es nicht mehr in den Griff bekommt.

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