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VMware Fusion: "Alles, ohne zu booten"

06.11.2006 | 10:31 Uhr |

Erste ausgesuchte Betatester haben VMware Fusion erhalten, den zukünftigen Konkurrenten von Parallels Desktop.

Während Parallels' Lösung auf dem Mac einen Vorsprung von einigen Monaten hat, ist VMware auf anderen Plattformen bereits seit Jahren etabliert. Jetzt kursieren im Internet erste Screenshots und Funktionsbeschreibungen von VMwares Virtualisierungssoftware, mit dem sich bald auch auf dem Mac eine Reihe von Betriebssystemen im Fenster ausführen lassen sollen.

Der Hersteller verrät nicht, wann die öffentliche Betaphase startet - auf einer speziell dafür eingerichteten Seite kann man sich aber bereits dafür registrieren. Das Blog TUAW hat erste Informationen gesammelt , den Seiten Kungfooo und MacRumors liegen sogar schon erste Screenshots vor. VMware wird auch am Mac Tools für Gastsysteme zur Verfügung stellen, die für ihre reibungslose Ausführung in der Virtualisierung und den Austausch von Daten zwischen Host- und Gastsystem sorgen werden. Der Hersteller will sowohl Pakete für Windows als auch für Linux und Solaris anbieten. Zudem kann man sich über 300 virtuelle Anwendungen herunterladen: prekonfigurierte Open Source-Pakete, mit denen sich schnell ein Wiki oder ein Blog-Server aufsetzen lassen soll. Die Virtualisierungsumgebung will den leichten Austausch von Dateien zwischen beiden Systemen gewährleisten, auch Drag-and-drop sei kein Problem. Sie verspricht Zugriff auf physikalische Geräte wie CD-ROM-Laufwerke, Videokameras und PDAs. Insbesondere an einer schnellen Einbindung der USB 2.0-Schnittstelle arbeite man, schreibt ein VMware-Mitarbeiter im Kungfooo-Blog : "In der Tat unterstützen wir USB 2-Geräte wie die in neueren Macs eingebaute iSight. Sie funktionieren mit voller USB 2-Geschwindigkeit. Es gibt natürlich kleine Geschwindkeitseinbußen, die dem Virtualisierungs-Layer zu verdanken sind. Selbst mit einer Vorversion lagen sie meinen Tests zufolge aber nur bei drei bis fünf Prozent." Zusammenarbeiten wird VMware Fusion nach Herstellerangaben mit allen Intel-Macs, die virtuelle Unterstützung von Mehrkernprozessoren wie dem Core Duo soll auch in virtualisierten Systemen für mehr Geschwindigkeit sorgen. Ein Erscheinungsdatum sowie den Preis der Software nennt der Hersteller noch nicht.

Info: VM Ware

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