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VMware Fusion, die Zweite

06.05.2008 | 12:41 Uhr |

Fusion geht in eine zweite Runde: Gestern hat Hersteller VMware eine erste Betaversion der Version 2.0 vorgestellt, die sich nicht nur kostenlos ausprobieren lässt, auch das finale Update werden Inhaber einer aktuellen Lizenz kostenlos erhalten. Die Neuerungen richten sich sowohl an Spieler als auch an professionelle Anwender: Virtuelle Maschinen können auf mehrere Bildschirme zugreifen, Grafikkarten sprechen sie per DirectX 9.0 Shader Model 2 an.

Wer am Mac mit mehreren Grafikkarten arbeitet, der kann sie nun auch mit einer virtualisierten Windows-Installation verwenden. Ebenso lassen sich mehrere physische Bildschirme - bis zu zehn - zu einem virtuellen Display zusammenfassen. Noch im Experimentierstadium befindet sich die Unterstützung für DirectX 9.0 Shader Model 2. Bereits VMware Fusion 1.1 konnte DirectX-Befehle in Version 9 der Programmierschnittstelle für Windows direkt an die Hardware weitergeben, Pixel-Shader allerdings blieben bislang außen vor. Mit ihnen lassen sich 3D-Grafiken und Effekte realistischer darstellen: Der Prozessor auf der Grafikkarte passt Fragmente beim Rendern mit Hilfe kleiner Programme an, um beispielsweise Oberflächen und Texturen zu verfeinern - ohne dafür den Hauptprozessor zu belasten. Aktuelle Windows-Spiele unterstützen diese Technik. Auch die ersten Schritte mit Fusion macht der Hersteller Einsteigern einfacher: Die Software kann sowohl mit Parallels Desktop als auch mit Virtual PC erstellte virtuelle Maschinen ins eigene Format konvertieren. Selbst Boot Camp-Partitionen kann die Software nun in virtuelle Maschinen umwandeln: Ein Vorteil solcher Installationen von Windows und anderen Betriebssystemen ist, dass sie sich von einem Mac auf den anderen kopieren lassen - dabei helfen neue Wekzeuge. Außerdem kann man sie beim Beenden auf Pause stellen und muss nicht bei jedem Start der Virtualisierungsumgebung neu booten. Ebenfalls einfacher wird die Installation von Druckern, wenn Windows in der virtuellen Maschine läuft: Fusion bringt einen eigenen Treiber mit und leitet die Druckausgabe auf Mac OS X um, einen eigenen Druckertreiber für Windows benötigt der Anwender damit nicht mehr. Auch das Betreiben anderer USB-Geräte, von Mäusen und Grafiktabletts beispielsweise, verlangt keine zusätzliche Konfiguration. Weitere Verbesserungen und Fehlerbereinigungen betreffen vor allem die Netzwerkfunktionen und Unity, die Darstellung einzelner Windows-Applikationen im Fenster unter Mac OS X. Jeder kann die erste Vorversion von VMware Fusion nach einer kurzen Anmeldung herunterladen, eine bestehende Lizenz für Version 1.x setzt der Hersteller während der Betaphase nicht voraus.

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