2181943

Vater verkauft Baby für ein iPhone und Motorrad im Internet

10.03.2016 | 14:44 Uhr |

Ein Menschenleben gegen Geld aufzuwiegen ist nicht möglich. Das sah ein Vater in Fujian, einer kleinen chinesischen Provinz, offensichtlich anders. Für umgerechnet etwas mehr als 1.000 Euro soll er sein Neugeborenes in einem Internetcafé verkauft haben.

Wie Mirror berichtet, soll ein chinesischer Vater namens A Duan seine 18 Tage alte Tochter im Internet für umgerechnet 1.294 Euro verkauft haben. Nach eigenen Angaben wollte er sich von dem Geld ein iPhone und ein Motorrad kaufen. Die biologische Mutter, Xiao Mei, behauptete später, dass sie nicht gewusst habe, dass so etwas illegal sei.

Laut Xiamen Daily News hatten die Eltern ihr Kind angeblich vor einem Jahr verkauft. Da die Mutter zum Zeitpunkt der Schwangerschaft noch minderjährig gewesen sein soll und A Duan die Schulausbildung abgebrochen habe, beschloss der Vater, ohne die Mutter vorher darüber in Kenntnis zu setzten, seine Tochter in einem Internetcafé über das soziale Netzwerk QQ zum Kauf anzubieten.

Als Xiao Mei von der Polizei verhaftet wurde, sagte sie: „Ich selbst wurde adoptiert und viele andere Familien in meiner Heimatstadt schicken ihre Kinder zu fremden Menschen, die sie aufziehen sollen. Ich wusste wirklich nicht, dass das illegal ist.“

Der Richter soll  die Umstände der Mutter, welche sich um ihren jüngeren Bruder und ihre behinderten Eltern kümmern muss, berücksichtigt haben. Während Xiao Mei eine Bewährungsstrafe von zweieinhalb Jahren auferlegt bekam, muss der Vater des Babys für drei Jahre ins Gefängnis. Der Käufer des Babys, welcher letztendlich zur Polizei gegangen ist, hatte das Mädchen angeblich für seine Schwester gekauft. Dort soll das Baby vorerst bleiben, da die leiblichen Eltern nicht im Stande sind, sich angemessen um das Kind zu kümmern.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2181943