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Ver.di will Onlinerechte für Beschäftigte regeln

07.03.2002 | 16:47 Uhr |

Der designierte Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, hat den Gesetzgeber aufgefordert, die Online-Rechte für Beschäftigte neu zu regeln. "Der freie Zugang zu den modernen Kommunikationstechnologien muss für Betriebsräte und Beschäftigte ermöglicht werden", sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende in Berlin.

Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di begann am Donnerstag eine Online-Kampagne, die auch auf eine Neuregelung des Arbeitnehmerdatenschutzes zielt. Beschäftigte müssten vor der vielfach eingesetzten Überwachungssoftware geschützt werden, sagte Sommer. "Eine lückenlose Kontrolle, wie sie durch die Software möglich gemacht wird, ist nicht zulässig", sagte er.

Dennoch werde sie vielfach genutzt. Gerade in den vielen Multimedia-Unternehmen, die keine Betriebsräte haben, könne nicht dagegen vorgegangen werden. Aber auch in Betrieben mit organisierter Arbeitnehmervertretung verhinderten so genannte Firewalls den Abruf bestimmter Seiten im Internet und den privaten Gebrauch von E-Mails - auch um mit Gewerkschaften und Betriebsräten in Kontakt zu treten.

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