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Verbraucher zahlen vier Prozent mehr für Strom

31.01.2006 | 11:58 Uhr |

Die Strompreise für Privathaushalte sind nach Verbandsangaben innerhalb eines Jahres um vier Prozent gestiegen. Ein Drei-Personen-Haushalt müsse Anfang 2006 monatlich knapp 57 Euro für den Strombezug zahlen, teilte der Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) am Montag in Berlin mit. Dies seien zwei Euro mehr als ein Jahr zuvor. Hintergrund für Verteuerung sind laut VDEW unter anderem die gestiegenen Kosten für die Stromerzeugung sowie den Transport.

Im vergangenen Jahr hatten die führenden Versorger E.ON, RWE , Vattenfall und EnBW daher ihre Stromtarife zum Teil deutlich angehoben. Verbraucherschützer und Politiker hatten die Versorger wegen der Preisanhebungen mit Hinweis auf die Rekordgewinne massiv kritisiert und eine Rücknahme verlangt. Die Unternehmen wiesen dies zurück und schlossen eine weitere Verteuerung nicht aus. Die Strompreise sind seit dem Jahr 2000 um rund ein Viertel gestiegen, was zum Teil auf den Anstieg der staatlichen Abgaben zurückgeht. Diese machten heute rund 40 Prozent der Stromrechnung aus, sagte eine Verbandssprecherin.

Die Bundesregierung will mit der Regulierung der Strom- und Gasnetze für mehr Wettbewerb im Energiesektor sorgen. Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) verspricht sich davon einen Preisrückgang. "Wir sind bei den Preisen zu hoch", hatte der Minister kürzlich gesagt. Dies sei ein Nachteil für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

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