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Verbraucherinformationen über Elektrosmog

30.08.2000 | 00:00 Uhr |

Von Beginn nächsten Jahres an sollen weltweit
alle Käufer von Mobiltelefonen die Strahlungswerte des jeweiligen
Modells auf der Packung mitgeteilt bekommen. Wie der zuständige
Sprecher des finnischen Nokia-Konzerns, Tapio Hedman, am Mittwoch in
Helsinki mitteilte, sind die Bestrebungen der Produzenten zur
Einführung gemeinsamer Messmethoden und der Angabe der Werte nach dem
«SAR-Standard» so weit, dass nach derzeitigem Stand mit dem Abschluss
nach den Jahreswechsel zu rechnen sei.

Gleichzeitig warnte Hedman vor zu hohen Erwartungen an die Angabe
der Strahlungswerte: «Alle auf der Welt verkauften Handys erfüllen
die staatlich festgesetzten Höchstwerte für Strahlung.
Unterschiedliche Zahlen bei verschiedenen Modellen sagen deshalb
nichts über die Sicherheit in Sachen Strahlung aus.»

Von den Produzenten sei der Entschluss zu dieser Mitteilung der
SAR-Werte wegen weit verbreiteter Besorgnisse der Konsumenten gefasst
worden, dass die Handy-Nutzung Krebs erregen könne. «Deshalb wollen
wir diese Werte mitteilen. Sie sind aber schon bisher öffentlich
zugänglich.» Die einzige Neuerung bestehe darin, dass zwei bisher in
den USA und im Rest der Welt unterschiedliche Messmethoden
harmonisiert würden.

Die Strahlungswerte sollen vom kommenden Jahr an über den
internationalen Verband der Mobiltelefon-Produzenten CTIA auf den
Handys aller Hersteller angegeben werden. Dazu gehören neben den drei
weltweit führenden Unternehmen Nokia, Ericsson (Schween) und Motorola
in den USA auch die deutschen Konzerne Siemens und Bosch sowie
Alcatel in Frankreich.

Die Weltgesundheitsorganisation hat bisher keinen Beweis für
mögliche Gesundheitsrisiken durch Handys gefunden. Sie gab jedoch
eine Studie in Auftrag, deren Ergebnisse 2003 vorliegen sollen.
dpa

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