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Norwegen will Apple zur Öffnung des iTunes Store zwingen

30.09.2008 | 09:31 Uhr |

Norwegens Verbraucher-Ombudsman Bjorn Erik Thon hat Apple erneut aufgefordert, das DRM des iTunes Store so weit zu öffnen, dass sich alle dort gekauften Songs auch auf anderen Playern als dem iPod abspielen lassen.

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"Es ist ein Recht des Verbrauchers, im Internet gekaufte digitale Inhalte auf den Player seiner Wahl zu spielen," beklagt Thon die Situation. iTunes verhindere das, was gegen norwegisches Recht verstoße. Seit zwei Jahren fordere Thon nun schon die Interoperabilität ein, Apple hatte zuletzt im Februar zugesichert, diese Ziel mit Thon zu teilen. Seither hat es keinerlei Bewegung in dem Fall gegeben. Nach wie vor nimmt neben zahlreichen unabhängigen Labels nur der britische Musikriese EMI am Programm iTunes Plus teil, in dem Apple Songs ohne DRM zum gleichen Preis verkauft.

Thon fordert nun Konsequenzen und hat den Fall an Norwegens Market Council übergeben. Das Gericht hat die Macht, bindende Regeln aufzustellen und durchzusetzen, Thon hofft, dass Apple nun zu einer Öffnung von iTunes gezwungen werde. Im Fall, dass Apple der Anordnung widerspricht, kann der Market Council eine Strafe erheben. Thon nennt keine Details zur Höhe einer möglichen Strafe.

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