Weiterverkauf

Verbraucherzentrale verklagt Steam-Betreiber Valve

31.01.2013 | 09:53 Uhr | Michael Söldner

Der Verbraucherzentrale Bundesverband klagt gegen Valves Vertriebsplattform Steam und kritisiert die fehlende Möglichkeit zum Weiterverkauf erworbener Spiele.

Erst im September wurde Valves Vertriebsplattform für Spiele vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) abgemahnt . Nun wurde vor dem Landgericht Berlin eine Klage gegen den Betreiber von Steam eingereicht. Hauptkritikpunkt sei die fehlende Möglichkeit zum Weiterverkauf von über Steam erworbenen Spielen. Durch die Bindung an den eigenen Account ist eine Weitergabe von nicht mehr benötigten Spielen schlicht nicht möglich.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband sieht jedoch in einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Sommer des vergangenen Jahres, das den Weiterverkauf gebrauchter Software grundsätzlich bejaht, eine wichtige Grundlage, die auch für über Steam verbreitete Spiele gelten müsse.

Zwar konnte sich der Verband bereits mit Valve darüber verständigen, dass die AGBs der Plattform nicht mehr zwingend akzeptiert werden müssen, doch die Verbindung eines erstandenen Spiels an den eigenen Account bleibt bislang auch weiterhin bestehen.

Die Verbraucher würden nach Ansicht des vzbv nicht verstehen, warum sie online gekaufte Spiele im Gegensatz zu Brett- oder Kartenspielen nicht wieder verkaufen oder verschenken könnten. Diese Unklarheit müsse nun vor Gericht geklärt werden.

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