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Apple kommt "4G" in Australien teuer zu stehen

22.06.2012 | 08:52 Uhr |

Im Rahmen eines Vergleichs muss Apple in Australien 2,25 Millionen Australische Dollar (rund 1,8 Millionen Euro) sowie 300.00 AS$ an Gerichtskosten zahlen, hat ein Richter in Melbourne verfügt.

Gegen Apple hatte bereits Ende März die Wettbewerbsbehörde Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) Klage wegen falscher Werbeversprechen eingereicht. Denn das seinerzeit noch iPad 4G genannte neue Tablet verstand sich nicht mit dem einzigen 4G-Netzwerk des Landes von Telstra. Außerhalb der USA und Kanadas kommt das iPad mit keinem LTE-Netz zurecht, unterschiedliche Frequenzbänder sind die Ursache. Apple hat zunächst in Australien und später weltweit den Begriff "4G" aus dem Namen der Mobilfunkvariante des neuen iPads gestrichen und australischen Kunden die Rücknahme der Geräte oder eine Entschädigung angeboten.

Richter J. Bromberg schreibt in seiner Verfügung, dass es nicht zu ermitteln sei, wie viele Australier durch die irreführende Produktbezeichnung getäuscht wurden. Da der australische Mobilfunkprovider aber stets die hohe Qualität seines 4G-Netzes betone, dürften nicht wenige Apple-Kunden überrascht gewesen sein, nicht von den LTE-Geschwindigkeiten zu profitieren. Die ACCC lobt das Urteil, das zeige, wie Ernst eine Firma in der Größe Apples es nehmen sollte, wenn sie auf irreführende Werbeaussagen hingewiesen werde. Denn erst geraume Zeit nach Klageerhebung hatte Apple das "4G" gestrichen. Offiziell sagt Apple zur Namensänderung des Funk-iPads in "iPad Wi-Fi + Cellular" lediglich, Provider würden ihre Mobilfunkgenerationen weltweit unterschiedlich benennen, weshalb man einen allgemeingültigen Begriff einsetze.

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