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Verkaufszahlen des iPhone 4 in Indien verdreifacht

12.04.2013 | 15:58 Uhr |

Während die ganze Welt um das nächste Billig-iPhone und dessen Features und Farben spekuliert, hat Apple in Indien bewiesen, dass ein billiges Modell seines Smartphones bereits existiert und das seit mehr als zwei Jahren.

Was Rabatte oder Verkaufsaktionen angeht, zeigt sich Apple traditionell knauserig: aktuelle Modelle werden fast immer zu einem festen Preis verkauft, nur am Black Friday kann der Nutzer das neue iPad oder Macbook etwas billiger haben. Dagegen hat Apple Anfang April in Indien eine Verkaufsaktion für das iPhone 4 gestartet, die schon aggressiv anmutet: indische Kunden konnten in den teilnehmenden Läden ihr altes Handy gegen das Modell aus dem Jahr 2010 austauschen. Den minimalen Preis für das abgegebene Handy berechnet Apple mit 7.000 indische Rupien (umgerechnet rund Hundert Euro). Die Subvention teilen sich der Verkäufer und der Hersteller mit fünf zu zwei, also subventioniert Apple das alte iPhone mit 5.000 Rupien, was immerhin schon siebzig Euro bedeutet. Der Händler darf dagegen die abgegebenen Handys behalten und wieder verkaufen.

Mit dieser Subvention wird das iPhone 4 nicht mehr als High-End- sondern eher als Mittelklasse-Smartphone im Land positioniert, da der Preis unter die Marke von 20.000 Rupien fällt. Eben in diesem Segment bewegen sich die größten Konkurrenten wie Samsung Galaxy, Sony Xperia, Nokia Lumia und Blackberry.

Ob diese Aktion von Apple in Indien erfolgreich ist, wissen die größten Einzelhandel-Ketten gegenüber der Times of India zu berichten. Zwar wollten die Verantwortlichen von The Mobile Store, Next Retail und Reliance Digital keine absoluten Verkaufszahlen des iPhone 4 nennen, doch seit dem Start der Wiedereinkaufsaktion Anfang April haben sich die Zahlen verdreifacht. Über die Gewinnmargen des alten Modells lässt sich hier nur spekulieren, traditionell kann der Hersteller mit seinem Smartphone Margen von 30 bis 40 Prozent verzeichnen. Mit derartigen Subventionen kann man solche Zahlen nicht erwarten, doch das iPhone 4 wird seit 2010 produziert, dazu teilt sich das Smartphone mit seinem Nachfolger, dem iPhone 4S, den gleichen Formfaktor, was die Produktionskosten zusätzlich reduziert. Die anderen Kostenpunkten wie etwa Entwicklung dürften Anfang 2010 abgeschlossen sein, so könnte das iPhone 4 bei der nächsten Bilanzkonferenz von Apple am 23. April zu einem positiven Ergebnis beitragen.

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