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Verschwundene Textnachrichten für Android-Anwender führen zu Klagen gegen Apple

19.05.2014 | 07:23 Uhr |

Das Problem ist bei Apple seit 2011 bekannt – die Klage beruft sich jetzt auf Apples Versäumnis, die Kunden zu informieren und das Problem zu beheben.

Andrienne Moore, eine ehemalige iPhone-Besitzerin hat gegen Apple am letzten Freitag in San Jose in Kalifornien eine Sammelklage  eingereicht, berichtet Bloomberg . Der Grund: Seit dem dem Umstieg auf ein Samsung-Handy unter Android bekommt sie von anderen iPhone-Anwendern keine Textnachrichten mehr zugestellt.

Seit 2011 bietet Apple mit iMessage auf seinen mobilen Geräten die Möglichkeit, Textnachrichten zu versenden, ohne kostenpflichtige SMS zu nutzen. Ein Problem entsteht dabei dann, wenn jemand mit einer in iMessage registrierten "iPhone-Nummer" auf eine andere Handy-Plattform umzieht, da iMessage versucht, die Nachrichten nach wie vor auf das nun deaktivierte iPhone weiterzuleiten. Betroffene Anwender können ihre Handy-Nummer auf der Apple-Supportseite de-registrieren , aber angeblich bringt das nicht in jedem Fall den gewünschten Erfolg. Moore klagt, dass Apple es versäumt hat, das Problem mit den Textnachrichten als Nebeneffekt von Vertragsumsteigern bekannt zu geben. Die Sammelklage in San Jose , die sich auf unfairen Wettbewerb und unangemessene Beeinflussung von Verträgen beruft, steht jedem offen, der sich anschließen möchte.

Aber Apple stehen noch mehr schlechte Nachrichten bevor: Nach den Gerichtsprozessen gegen Samsung wegen Anwendung von Apple-Patenten auf den Android-Handys will Google jetzt auch den Konkurrenzdruck auf Apple verstärken. Mit neuen Features und Updates sollen die Google-Handys ihren Marktanteil ausbauen. Laut den Analysten von Gartner konnte Google Ende 2013 über 75 Prozent der Smartphone-Industrie für sich behaupten.

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