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Versteckte Funktionen in Mavericks

16.07.2013 | 10:36 Uhr |

Neben den offensichtlichen Neuerungen wie Finder Tabs, Tags und Multimonitorunterstützung bringt OS X Mavericks auch einige gut versteckte Innovationen.

Obwohl beide neuen Apple Betriebssysteme noch in diesem Herbst erscheinen sollen, wissen wir derzeit sehr viel mehr über iOS 7 als über sein Mac-Pendant Mavericks . Doch beim Blick auf die einzelnen Folien der WWDC-Keynote und die Preview-Seiten auf Apples US-Homepage finden sich zwölf weniger prominente neue Funktionen von OS X Mavericks, die wir etwas detaillierter vorstellen möchten.

Der neue Finder

Die neuen Tabs des Finders in Mavericks waren ja bereits während der Keynote ziemlich präsent, genauso wie das neue Tagging . Daneben hat der neue Finder ab noch ein paar mehr coole Neuerungen in petto.

1. Fenster zusammenführen: Für den Fall, dass Sie mal ein paar Finder-Fenster zu viel geöffnet haben gilt in Mavericks: Keine Panik! Denn statt mühselig die Fenster einzeln zu schließen oder zu sortieren reicht im neuen OS X ein Menübefehl, schon wandern alle offenen Fenster als Tabs in ein gemeinsames Fenster. So geht Übersicht.

In Mavericks lassen sich Finder-Fenster als Tabs sammeln.
Vergrößern In Mavericks lassen sich Finder-Fenster als Tabs sammeln.

2. Der Vollbild-Finder: Keine Lust auf Dateisuche mit Einzel-Fenstern? Kein Problem, denn in Mavericks lässt sich jedes einzelne Finder-Fenster in den Vollbild-Modus schalten.

3. Drag and Drop: Genauso wie Sie schon lange Dateien per "Drag and Drop" zwischen verschiedenen Finder-Fenster hin und her bewegen konnten, lassen sich in Mavericks "Drag and Drop"-Aktionen auch zwischen Finder-Tabs ausführen.

4. Drag to Tag: Auch mit älteren Dateien lässt sich die neue Tagging-Funktion von OS X Mavericks nutzen. Dazu reicht es völlig, einfach die zu taggenden älteren Files auf das entsprechende Tag in der Seitenleiste zu ziehen, schon werden diese automatisch mit dem entsprechenden Tag versehen.

Mehr Displays, mehr Produktivität

Lange musste man darauf warten, dass Apple eine funktionierende Lösung für den Umgang mit mehreren Displays schafft. Mit dem Erscheinen von OS X Mavericks hat das Warten darauf endlich ein Ende, denn neben der Fähigkeit, Vollbild-Apps auf unterschiedlichen Display anzeigen zu können oder besser nutzbaren und flexibleren Menüelementen auf verbundenen Displays, hat Mavericks aber noch ein paar mehr Tricks auf Lager

5. Inhalte über mehrere Vollbild-Screens ziehen: Auch wenn Sie auf zwei Bildschirmen im Vollbild-Modus arbeiten, können Sie immer noch Inhalte über die Bildschirme hinaus teilen. Nehmen wir mal an, dass Sie parallel mit iPhoto und Keynote arbeiten, wie es Craig Federighi während der Mavericks-Präsentation auf der WWDC getan hat. Sie können in dieser Situation noch immer völlig unproblematisch ein Bild aus iPhoto in die Keynote-Präsentation auf dem anderen Bildschirm ziehen.

6. Vollbild-Apps und Mission Control: Unter Mountain Lion erscheinen Apps im Vollbild-Modus unter Mission Control als separate Desktops. Hier war es schon immer möglich, die Reihenfolge der einzelnen Desktops per Drag-and-drop zu verändern. Mit Mavericks werden sich ab diesem Herbst dann Vollbild-Apps auch über die Displays hinaus bewegen lassen. So macht es nichts mehr aus, wenn versehentlich iTunes im Vollbild-Modus auf Display Zwei geöffnet wurde, denn man kann die Vollbild-App dann problemlos in Mission Control auf das erste Display ziehen.

In Mission Control lassen sich Vollbild-Apps zwischen den Bildschirmen hin und her schieben.
Vergrößern In Mission Control lassen sich Vollbild-Apps zwischen den Bildschirmen hin und her schieben.

7. Das Dritte Display: Obwohl das Feature, ein drittes Display per Airplay an einen Mac anzuschließen, auf der WWDC-Keynote recht prominent platziert war, nennen wir es hier noch ein weiteres Mal. Erfüllt der Mac die technischen Anforderungen (genaue Anforderungen gibt es derzeit nicht), können nämlich nicht nur zwei Bildschirme betrieben werden, sondern auch ein dritter Bildschirm über Airplay verbunden werden. Dafür benötigt man lediglich eine TV-Gerät mit verbundenem Apple TV , schon kann der TV als dritter Bildschirm genutzt werden.

Safari: Passwort-Wolke und neuer Reader

Auch an Apples hauseigenem Browser Safari hat Apple einige Verbesserungen vorgenommen. Zum einen kommen Passwörter, Logins und Kreditkartendaten künftig (auf Wunsch) in die Cloud, zum anderen hat Apple für angenehmes Lesen im Browser gesorgt.

8. Geräteübergreifender Passwort-Safe: Dank des neuen iCloud-Schlüsselbundes können künftig nicht nur Login-Daten oder Kreditkarteninformationen über iCloud synchronisiert und damit auf allen Geräten des Besitzers genutzt werden, sondern auch die Zugangsdaten zu häufig benutzten Wi-Fi-Netzwerken.

9. Lesen mit Safari: Wenn Sie schon die Lesefunktion der aktuellen Safari-Version von Mountain Lion gemocht haben, werden Sie die neue Leseansicht in Mavericks‘ Safari-Version lieben. Denn statt wie bisher die Leseinhalte in einem Reader-Overlay zu lesen, blendet Safari auf ein komplett neu gestaltetes und deutlich übersichtlicheres Fenster um.

Neue Apps in Mavericks

Neben den funktionalen Änderungen, die wir bis hierhin vorgestellt haben, bringt Apple auch einige gänzlich neue bzw. neu gestaltete Apps in Mavericks hinzu.

10. Mehrere Bücher gleichzeitig lesen: Betrachtet man die Lesegewohnheiten vom iPad her, klingt das parallele Lesen von mehreren Büchern erstmal abwegig, hat das iPad doch nur den einen Bildschirm. Am Mac dagegen dürften viele Anwender im produktiven Bereich oder im Studium von der Möglichkeit profitieren, in mehreren Fenstern verschiedene Texte anzeigen zu können – beispielsweise für Recherchen oder Vergleiche.

11. Mit dem Kalender ans Ziel: Die Zeiten der Ledereinbände des Kalenders sind mit Mavericks gezählt – das haben wir schon an anderer Stelle ausführlicher behandelt . Stattdessen setzt Apple in Mavericks auf ein einfacheres und reduzierteres Design, sowie auf neue Funktionen für die Kalender-App.

Die Integration der Karten in den Kalender erleichtert die Navigation und die Berechnung von Anreisezeiten.
Vergrößern Die Integration der Karten in den Kalender erleichtert die Navigation und die Berechnung von Anreisezeiten.

Denn dieser nutzt das erstmals mit Mavericks in OS X integrierte Karten-Feature, um direkt beim Anlegen eines Termins den Veranstaltungsort und die Anfahrtsroute festzulegen. Zusätzlich berechnet die Kalender-App auch noch die Reisezeiten und fügt diese dem Termin als Vorlauf nebst Erinnerung zum Aufbruch hinzu.

12. Systemweite Integration von LinkedIn: Ein nicht unwesentlicher Bestandteil von Mountain Lion war die tiefe Integration von Facebook, Twitter, Youtube, Vimeo und Flickr in das Mac-Betriebssystem. Mit Mavericks führt Apple nun das Karriere-Netztwerk LinkedIn als weiteren Bestandteil der sozialen Integration von Mavericks ein.

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