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Versteckte Funktionen und vereinzelte Fallstricke

08.03.2007 | 16:45 Uhr |

Kein Update macht jeden glücklich: Nach der Aktualisierung von iTunes und QuickTime aus der Nacht auf Dienstag klagen einige Anwender über Probleme in der neuen Vollbildansicht von iTunes 7.1.

Auch QuickTime 7.1.5 scheint einige Stolpersteine mitzubringen, wirklich schwerwiegende Probleme sind noch nicht gemeldet. Dafür haben uns Leser auf neue Funktionen aufmerksam gemacht, die mit den Updates möglich werden.

Cover Flow: Fliegen in iTunes' neuer Vollbildansicht

Die Vollbildansicht in iTunes ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern beherbergt auch ein nützliches Feature: Abhängig von der Sortierreihenfolge in der normalen Ansicht (Album, Interpret, Titelnahme...) kann der Benutzer auch durch die Vollbildansicht navigieren. Wer also im Hauptfenster nach Interpret sortiert hat und in die Vollbildansicht umschaltet, braucht sich nicht durch seine Sammlung zu wühlen, um etwa Pop-Klassiker von "Wham" zu hören. Gezielt und schnell hintereinander die Tasten "W" und "H" gedrückt springt CoverFlow genau zu diesem Interpreten.  

QuickTime 7.1.5: Fit fürs Fernsehvergnügen

Was den meisten Anwendern des QuickTime-Players verborgen bleibt, sind neue Voreinstellungen zum Export an Apple TV. Diese erweiterten Bearbeitungsfunktionen stehen nur Besitzern der kostenpflichtigen "Pro"-Version zur Verfügung. An unserem Testsystem funktionieren die neuen Einstellungen dann aber auch für den Export aus iMovie. So generiert QuickTime 7.1.5 aus DV-Material ein MPEG-4 mit der Auflösung 640 x 480, ein HD-Video (1080i) rechnet QuickTime auf 1280 x 720 Bildpunkte.  

Wenn es nach dem Update hakt: iTunes 7.1

Für Anwender, die mit störenden Linien in der Cover Flow-Vollbildansicht von iTunes 7.1 zu kämpfen haben, bleibt im Augenblick nur ein Rat: abwarten. Dieses Darstellungsproblem ist nach Anwenderberichten bei MacFixIt.com auf eine Imkompatibilität mit Grafikkarten aus der ATI Radeon-Reihe, betroffen scheinen Radeon 9000 und 9200 in einigen G4-PowerMacs. Zu Problemen kann es auch beim Aktualisieren der iTunes-Bibliothek kommen. Diesen Vorgang startet iTunes 7.1 automatisch, bei einigen Anwendern bleibt die Installation aber in diesem Punkt hängen. MacFixIt rät in diesem Fall dazu, iTunes zu beenden, die Datei iTunes Music Library.xml aus dem iTunes-Verzeichnis im eigenen Benutzerordner an einen andern Ort zu verschieben, die Datei iTunes Library zu löschen, danach iTunes erneut zu starten und über die Import-Funktion aus dem Datei-Menü iTunes Music Library.xml wieder den Bibliotheks-Inhalt hinzuzufügen. Danach sollte auch das Update auf iTunes 7.1 funktionieren. Sollte ein iPod nicht mehr in der neuen Version von iTunes angezeigt werden, so rät MacFixIt zu den Standardsvorgehensweisen. Der erste Schritt sollte ein Reset des iPods sein, wie ihn Apple selbst empfiehlt , im gleichen Dokument finden sich weitere Schritte zur Fehlerbehebung. Manchmal genügt es auch, den iPod ausgeschaltet an den Mac oder PC zu hängen. Fehlerquellen können auch nachgerüstete USB-Steckkarten sein oder selbst die internen USB-Anschlüsse, meist wegen unzureichender Energieversorgung. Abhilfe schafft hier häufig das Zwischenschalten eines USB-Hubs, der selbst von einem Netzteil gespeist wird.  

Wenn es nach dem Update hakt (2): QuickTime 7.1.5

Nach der Aktualisierung auf QuickTime 7.1.5 berichten vereinzelt Anwender, dass sie in Web-Seiten eingebettete QuickTime-Inhalte nicht mehr darstellen können - Safari oder andere Browser zeigen bloß einen Platzhalter mit einem Fragezeichen an. In diesem Fall scheint das QuickTime-Plug-in beschädigt zu sein. Hier hilft - nach Beenden des Browsers - das manuelle Entfernen des QuickTime- und eventuell des VLC-Plug-ins aus dem Verzeichnis Internet Plug-Ins innerhalb der Library im eigenen Benutzer-Ordner. Nach dem nächsten Browserstart sollte das Problem gelöst sein. Wenn nach dem QuickTime-Update unerwartet und fortwährend der Finder neu startet, kann dies an einer korrupten Voreinstellungsdatei liegen. In diesem Fall erscheint erfolgversprechend, die Datei com.apple.finder.plist aus dem Preferences-Verzeichnis der eigenen Library (also im eigenen Benutzerordner) zu löschen. Wem dieser Trick nicht hilft, der kann zu einer erneuten Aktualisierung des Systems auf Mac OS X 10.4.8 greifen. In diesem Falle sollten betroffene Anwender aber stets das (größere) Combo-Update für die entsprechende Prozessor-Plattform von der Apple-Downloadseite laden und ausführen. Insgesamt scheinen nur wenige Anwender mit den aktuellen Updates von Apple Schwierigkeiten zu haben. Unsere Leser haben der Redaktion bislang keine schwerwiegenden Probleme gemeldet.

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