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Verwirrung um Erweiterungssteckplatz

08.01.1999 | 00:00 Uhr |

"Möglicherweise werden wir den Steckplatz in späteren Modellen weglassen." Jeff Martin, bei Apple zuständig für den weltweiten Consumer-Markt, zeigte sich gegenüber Macwelt ahnungslos, was den heiß diskutierten Erweiterungssteckplatz des iMac angeht. Von Macwelt darüber informiert , daß der sogenannte Mezzanine-Slot, ein proprietärer Erweiterungssteckplatz auf PCI-Basis, den Apple in der Vergangenheit weder dokumentiert noch Entwicklungen von Drittherstellern unterstützt hat, in den neuen Consumer-Macs nicht mehr vorhanden ist, zeigte sich Martin schlagfertig: "Sehen Sie, so unwichtig ist der Slot!" Etwas aufgeklärter zeigten sich die Produktverantwortlichen von der Hardware-Entwicklung. Mezzanine sei nie dazu gedacht gewesen, Erweiterungskarten von Drittherstellern aufzunehmen. Er sei für die Produktentwicklung notwendig gewesen, für frühe USB-Implementationen beispielsweise. Apple habe zudem immer Entwicklern davon abgeraten, Produkte für Mezzanine zu entwickeln. Firmen, die dies dennoch getan haben, seien somit selbst schuld. Daß Apple den Steckplatz nun weglasse, senke die Produktionskosten, zudem sei der Slot nun nicht mehr für die Entwicklung notwendig. Der iMac sei als geschlossenes System konzipiert, was den Bedürfnissen im Consumer-Markt entspreche, so die Ingenieure. Für die Hersteller von Erweiterungskarten bleibt ein Trost: Von den iMacs mit Mezzanine-Slot hat Apple mittlerweile 800 000 Stück verkauft - ein nicht gerade kleiner Markt für die Kartenhersteller. sh

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