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Video-DVDs mit Formac Devideon erstellen

24.04.2002 | 13:24 Uhr |

Kostengünstigen Ersatz für einen neuen Mac mit Superdrive bietet jetzt Formac mit dem Devideon an. Die mitgelieferte Software löst Mastering-Probleme

München/Macwelt - Wer mit seinem Mac Video-DVDs erstellen will und keinen Rechner mit Superdrive besitzt, kann nur auf Apples professionelle Lösung DVD Studio Pro zurückgreifen, die zwar viel an professionellen Funktionen mit 1.300 Euro aber auch einen stattlichen Preis hat. Besitzt man einen alten iMac und will eigentlich nur seine Urlaubsfilme auf DVD brennen, ist das eine viel zu teure Lösung. Das Programm iDVD wäre für diesen Zweck ideal, Apple liefert es aber nur zusammen mit Superdrive-Rechnern aus.
Die Windows-Welt hat es besser, was die Auswahl betrifft. Unter vielen preiswerten Lösungen findet sich etwa MyDVD 3.0 von Sonic.

Doch auch Macianer sind jetzt nicht mehr auf die Gunst Apples angewiesen. Eine kostengünstige Lösung für DV-Filmer hat jetzt Formac in den USA mit seinem Devideon-System vorgestellt. Technische Grundlage bildet die neueste Version des DVD-Brenners von Pioneer, den auch Apple als Superdrive benutzt. Als externes Laufwerk ist das Vormodell bereits seit einiger Zeit zu haben, ohne Apples iDVD oder DVD Studio Pro konnte man ihn jedoch nur zur Erstellung von Daten-DVDs nutzen. Formacs Innovation ist ein kleines Programm, das aus Quicktime- und DV-Filmen eine Datei erzeugt, die ein handelsüblicher DVD-Player abspielen kann.
Macwelt konnte einen ersten Blick auf die Software werfen, die sowohl unter Mac-OS X als auch Mac-OS 9.2 läuft. Testen konnten wir das Programm jedoch noch nicht, da sich der Encoder des Programms nur bei angeschlossenem DVD-Brenner von Formac starten lässt. Um das Programm vor unbefugter Nutzung zu schützen, dient der Formac-Brenner, der uns bis Redaktionsschluss nicht zur Verfügung stand, als eine Art Dongle.
Das Programm setzt voraus, dass man bereits einen Quicktimefilm des Formats .mov oder einen DV-Film besitzt, den man etwa mit iMovie oder Quicktime Pro geschnitten hat. Devideon Formac erstellt aus diesen Dateien lediglich eine VOB-Datei und überspielt sie direkt auf den DVD-Brenner.

Fünf Arbeitsschritte mit wenigen Optionen zeigt das übersichtliche Programm.

Nach Auswahl des Zielordner sund des DVD-Titels stellt man den Encoder ein. Die beiden Formate PAL und NTSC mit ihrem Bildschirmformat 4:3 sind vorgegeben, aber auch die Formate 1:1, 16:9 und 2,21:1 sind einstellbar. Die Encoding-Rate darf der Anwender selbst verändern.

Formac verspricht, dass bis zu sechs Stunden Film auf eine DVD passen. Möglich wird dies durch die einstellbare Bit-Rate, die den DVD-Brenner in einer Skala von 1 Mbps bis 9,8 Mbps den gewünschten Kompromiss aus Videoqualität und Dateigröße finden lässt. Nach dem Encoden und Multiplexen des Films kann die fertige Datei nun mit Apples DVD-Player geprüft werden. Seit Version 2.7 für Classic und Version 3.1 für Mac-OS X können diese Programme schließlich auch DVD-Projekte auf Festplatte lesen.
Einen ausführlichen Test des DVD-Brenners finden Sie in einer der nächsten Macwelt-Ausgaben.

Info: Formac Internet www.formac.com

Stephan Wiesend

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