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Videoschnitt: Apple stößt ins High-End vor

11.04.2000 | 00:00 Uhr |

Mit den Partnern Pinnacle Systems und Matrox will Apple in den High-End-Videoschnittbereich vorstoßen. Die drei Unternehmen präsentierten auf der National Association of Broadcasters 2000 in Las Vegas Lösungen auf der Basis von Power Mac G4, der Videoschnittsoftware Final Cut Pro und den Pinnacle- beziehungsweise Matrox-Karten Targa Ciné und RTMac. Apple kündigte in diesem Zusammenhang ein Update für Final Cut Pro an, das in der Version 1.2.5 mit neuen Funktionen für den Profibereich aufwarten soll.

Mit der zunächst nur auf Mac-Hardware lauffähigen Pinnacle-Lösung Targa Ciné will Apple im Sommer dieses Jahres Industrie-Schnittplätze auf G4-Basis für unter 10 000 US-Dollar auf den Markt bringen. Die Targa Ciné, so Pinnacle-Boss Mark Sanders, unterstütze jedes gängige Videoformat und ermögliche es, durchgängig mit unkomprimierten Standard-Definition- (SD) sowie High-Definition-Videodaten (HD) zu arbeiten. Außerdem könne die Targa gleichzeitig SD- und HD-Video ausgeben, Filmmaterial mit Bildraten von 24 oder 30 Bildern pro Sekunde in Echtzeit in das jeweils andere Format konvertieren und über spezielle digitale Schnittstellen im Videobereich gängige Massenspeichersysteme ansprechen.

Die Matrox-Karte RTMac zielt auf den Bereich der Echtzeit-Digital-Video-Bearbeitung (DV). Apple war nach eigenen Angaben an der Entwicklung der Karte beteiligt und will Komplettlösungen bestehend aus Power Mac G4, Final Cut Pro und Matrox-Karte für unter 5000 US-Dollar verkaufen. Die RTMac erweitert den Firewire-bewehrten Power Mac dabei um analoge Ein- und Ausgänge für Composite- und S-Video. Weiter ermöglicht sie es, die Arbeitsfläche mit einem zweiten Monitor zu vergrößern. Filme spielt die RTMac laut Matrox in Echtzeit und voller Auflösung auf einem Monitor und gleichzeitig einem Fernsehbildschirm ab.

Beide Lösungen sind laut Apple eng mit Final Cut Pro verzahnt, das im kommenden Monat in Version 1.2.5 und als kostenloses Update für Besitzer von Final Cut Pro 1.2 erhältlich sein soll. Das Programm soll dann das 16:9-Format unterstützen, und, indem es die Videodaten mit dem so genannten YUV-Processing verarbeitet, auch höhere Qualität beim Endprodukt ermöglichen. Mit Final Cut Pro 1.2.5 soll es außerdem möglich sein, den Schnitt an Hand von Referenzdateien zu betreiben, die auf das Originalmaterial verweisen. So soll Final Cut Pro mit weniger Plattenplatz auskommen und schneller arbeiten. lf

Info: Apple, Internet: www.apple.com/de

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