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Viel Sound, viele Lücken

06.12.2006 | 13:05 Uhr |

Premiere: Erstmals rezensiert Macwelt einen Multimedia-Titel, der nur für Windows erhältlich ist. Aber wozu sollte man Parallels, VMWare oder Bootcamp denn gebrauchen? Für "Das Neue Rock und Pop Lexikon" von USM eher nicht...

Das Neue Rock und Pop Lexikon USM
Vergrößern Das Neue Rock und Pop Lexikon USM

Neuer Mac Pro auf dem Schreibtisch, Windows in zweifacher Ausfertigung installiert, unser Vorhaben, weiter als jeder Macianer je zuvor zu gehen, können wir also in Angriff nehmen. Zahlreiche Programme und Multimedia-CDs sind für den Mac nicht zu haben, mit einem Intel-Prozessor unter der Haube fällt diese Beschränkung. Sich wegen der Neuauflage des Rock & Pop-Lexikons von USM aber einen neuen Mac zuzulegen, hieße das Pferd von hinten aufzuzäumen: Denn der Titel ist sein Geld auch für PC-Anwender nur bedingt wert.

Zunächst versuchen wir, das Lexikon auf die unter Parallels auf unserem Mac Pro angelegte virtuelle Maschine zu installieren. Zunächst müssen wir jedoch erst im Konfigurationseditor von Parallels ein CD-Laufwerk anlegen, alternativ können wir auch das Image mounten, das wir mit den Parallels Tools von der Installations-CD des Lexikons angelegt haben. Erst dann erfahren wir auch unter Windows das bekannte Gefühl: CD einlegen und schon geht es los. Windows mountet das Volume nicht nur, sondern startet auch gleich den Installer, ein Verhalten, das wir so nicht gewohnt sind. Weniger schön ist, dass uns die Installation nicht gelingt, bestimmte Daten könne Windows nicht von der CD kopieren. Wir wollen das keineswegs dem Multimedia-Titel anlasten, denn unser Administrator hat vergessen unter dem Parallels-Windows uns Administrationsrechte zuzuweisen. So starten wir den Mac neu, halten dabei die „Alt“-Taste gedrückt und fahren erstmals an unserem Arbeitsplatz Windows XP hoch.

Schade, dass der Rechner unter Windows die Bluetooth-Tastatur und –Maus nicht erkennt, aber wir haben ja noch die alte Mac-Tastatur zur Hand. Auch diese hilft uns nur bedingt weiter, der Auswurfknopf ist unter Windows unbekannt, wir benötigen ihn aber dringend, um die ansonsten reibungslose Installation des Rock & Pop Lexikons fortsetzen zu können. Was wir bis dato noch nicht wussten: Man klicke auf „Arbeitsplatz“, markiere das zu entfernende Volume und klicke den entsprechenden Link im Fenster. Aber in dieser Rezension soll es ja um „Das Neue Rock & Pop Lexikon“ gehen, das wahlweise in einer DVD-Version (50 Euro) oder einer Variante mit zwei CDs (27 Euro) erhältlich ist, und nicht um die Tücken einer noch ungewöhnlichen Betriebssystem-Rechner-Kombination.

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