970286

Viele Lieder, teure Software

29.05.2007 | 11:47 Uhr |

Das Geschäft mit Downloads wächst in Deutschland stärker als angenommen. 2006 stieg die Anzahl legaler Downloads in Deutschland auf 31 Millionen, der Umsatz betrug 131 Millionen. Damit erreichten legale Downloads letztes Jahr ein Rekordhoch.

Das teilte der Bundesverband Informationwirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) am heutigen Dienstag mit. Die Umsatzprognose für 2006 wurde deutlich übertroffen, Experten hatten einen Anstieg auf 120 Millionen Euro erwartet.

„Der Markt hat sich besser entwickelt als erwartet. Das liegt auch an der zunehmenden Verbreitung schneller Internetzugänge, die das Herunterladen einfacher machen. Anfang 2007 verfügten 37 Prozent der Haushalte über einen Breitbandanschluss, drei Jahre zuvor erst 12 Prozent“, sagte der Vizepräsident der BITKOM, Jörg Menno Harms.

Software-Programme sind für den größten Teil der Umsätze verantwortlich. Die Anzahl der Downloads ist zwar geringer als bei Musiktiteln, dafür ist der Preis um ein Vielfaches höher. Musiktitel werden am häufigsten heruntergeladen: acht von zehn Downloads (84 Prozent) waren Musiklieder. Hauptkunden von digitalen Musikshops sind jüngere Männer: Zwei von drei Musikstücken gehen auf das Konto eines Mannes, gleichzeitig sind 45 Prozent der Kunden jünger als 30 Jahre. Das Durchschnittsalter der Käufer von Musikdownloads liegt bei 31 Jahren.

Der Branchenverband erwartet, dass sich das Wachstum auch 2007 fortsetzt. Der Umsatz soll auf insgesamt 157 Millionen Euro, die Anzahl der Downloads auf 38 Millionen ansteigen.

Info: Bitkom

0 Kommentare zu diesem Artikel
970286