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VirnetX will Apples FaceTime und iMessage verbieten

27.05.2016 | 15:39 Uhr |

Das Patenttroll-Unternehmen VirnetX verklagte Apple unter anderem wegen der FaceTime-Funktion von Apple-Geräten und erhielt hunderte Millionen Schadensersatz. Das reicht VirnetX jedoch nicht - und will nun bestimmte Dienste von Apple gänzlich verbieten lassen.

Nachdem Apple wegen verletzter Patentrechte dem Patenttroll-Unternehmen VirnetX Schadensersatz in Höhe von rund 626 Millionen US-Dollar zahlen musste, will VirnetX nun Features wie FaceTime und iMessage komplett abschaffen.

Am Mittwoch hatte VirnetX bei einem Bundesrichter angefragt, bei dem Gerichtsverfahren den Vorsitz zu führen, um somit die von der East Texas Jury im Februar festgelegte Schadenssumme um weitere 190 Millionen US-Dollar zu erhöhen. Apple verlangte jedoch ein Wiederaufnahmeverfahren und behauptete, dass die Anwälte von VirnetX die Beweisführung gegenüber der Jury nicht nur falsch hätten, sondern diese gleichzeitig gar keine Rechtsverletzung belegt hätten.

Laut ars technica behauptet Apple, dass „VirnetX missbräuchlich versucht, eine umfassende gerichtliche Verfügung einzuholen, um somit über massive Lizenzgebühren verfügen zu können.“

Wie in einer Gerichtsakte dokumentiert wurde, will VirnetX Apple Services wie VPN on Demand, FaceTime und iMessage auf Grund von „verlorenem Umsatz und durch den Verkauf von Apple verursachter Rufschädigung“ sperren lassen. Der US-Bezirksrichter Robert Schroeder reagierte bis jetzt noch nicht auf die Anfrage von VirnetX.

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