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Virtual Box kommt: Kostenloser Parallels-Konkurrent für den Mac

17.01.2007 | 12:09 Uhr |

Mit dem Intel-Switch sind am Mac neue Möglichkeiten für die Virtualisierung fremder Betriebssysteme entstanden und neue Applikationen erschienen, die sich um deren Ausführung unter Mac-OS X kümmern.

Zu Parallels Desktop und VMware Fusion gesellt sich nun ein schillernder Dritter im Bunde: VirtualBox . Auch für ihn bürgt seine Geschichte auf anderen Plattformen: Er hat seine Wurzeln in Versionen für Windows und Linux.

Auf dem Mac ist VirtualBox der jüngste Kandidat und bislang auch noch im frühesten Entwicklungsstadium. Von seinen zwei Mitbewerbern um die komfortablere und schnellere Virtualisierung unterscheidet ihn aber bereits jetzt ein wichtiges Detail: Die Software ist seit Anfang der Woche Open Source, der Hersteller hat große Teile des Codes unter GNU Public License gestellt . Und noch ein Detail, das daraus folgt, grenzt VirtualBox von den zwei Hauptstreitern ab: Für Privatanwender ist die Virtualisierungssoftware kostenlos. Bislang ist von der Mac-Version von VirtualBox noch nicht viel zu sehen: Vor allem keine Binärdateien, mit der man die Software installieren könnte. Allerdings können alle, die VirtualBox ausprobieren oder sich sogar an der Entwicklung beteiligen möchten, eigenen Binärdateien kompilieren . Eine detaillierte Anleitung dafür stellt Hersteller InnoTek auf seiner Webseite zur Verfügung. Da InnoTek noch keinen Zeitplan für die Entwicklung der Mac-Version veröffentlicht hat, lässt sich noch nicht absehen, wann eine erste stabile Version zur Verfügung stehen wird. Vielleicht sorgt die neu für das Projekt gewonnene Open-Source-Community ja schon bald dafür, dass sich die Software am Mac zu einer echten Alternative zu Desktop und Fusion entwickelt.

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