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Virus per E-Mail

31.03.1999 | 00:00 Uhr |

Äußerst verbreitungssüchtig ist ein neuer Macrovirus Namens WM97M_Melissa. Er verbreitet sich über ein Word-Dokument, das an eine E-Mail angehängt ist. Meist lautet der Text der E-Mail "Here is that document you asked for...". Öffnet man das angehängte Word-Dokument (das Links zu Internetseiten mit pornografischen Inhalt enthält) wird der Virus aktiv und schaltet als erstes den Macroschutz in Word 98 aus.

Was dann Windows-Benutzer und zum Glück keine Mac-Benutzer zu erleiden haben: Der Virus sucht nach Outlook und schickt an die ersten 50 Adressen aus dem Adressbuch von Outlook die virenbeladene E-Mail weiter.

Word-Dokumente auf den Mac die nach dem Aktivieren des Virus erstellt sind, werden mit den Virus infiziert. Seine Wirkung zeigt er dann, wenn man das Dokument an einen Windows-Benutzer weiterleitet. Einen weiteren Virus Namens Papa gibt es auch, der anstatt Word Excel-Dokumente angreift und die gleiche Wirkung wie Melissa hat. Allerdings kann wegen eines Programmierfehlers der Papa-Virus keine E-Mails von Outlook verschicken. Diesen "Bug" hat der freundliche Virenprogrammierer allerdings sicher bald behoben.

Die Hersteller von Virenprogrammen haben reagiert: Von Sophos gibt es zwei Dateien, die man in den Ordner von Sophos Anti Virus legt ( http://www.sophos.com/downloads/ide/index.html#melissa ). Dann wird von Sophos Anti Virus der Melissa- und Papa-Virus erkannt und beseitigt. Man kann auch eine Demo-Version des Virenprogramms herunterladen, die schon den Schutz vor Melissa beinhaltet. Auch von Symantec gibt es ein Update der Virendefinition , die Melissa und Papa erkennt. Die Firma Dr. Solomon hat ein Update der Virendefinition nur für Windows . Das Programm Mail :Go Go Go von Maki Enterprise , das vor unerwünschten E-Mails schützt, erkennt ebenfalls virenverseuchte Mails und nimmt diese gar nicht erst an. Die Demoversion von Mail Go Go Go liegt zu Download auf dem Server des Herstellers bereit.

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