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Vista führt zu mehr Elektronikmüll

01.02.2007 | 12:14 Uhr |

PC-Hersteller hoffen, dass Windows Vista zu erhöhten Umsätzen führt, da Anwender für das neue Betriebssystem neue Rechner benötigen. Die

recycling
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Kehrseite des Booms könnte jedoch eine Flut von ausrangierten Computern sein, die tunlichst nicht auf der Müllhalde landen sollten, sondern in professionellen Recycling-Prozessen. Dell, das seinen Kunden etwa einen Rechner mit mindestens Dula-Core-Prozessor und2 GB Arbeitsspeicher empfiehlt, unterhält etwa Programme, in denen von Privathaushalten zurück gegebene aber noch funktionsfähige Computer an Non-Profit-Organisationen verteilt. Noch wird laut Dell keine Flutwelle von Gebrauchtcomputern auf die Reycycler zurollen, da Haushalte gerne alte Rechner zu anderen Zwecken weiter verwenden, wenn ein neuer die Aufgaben als führende Büromaschine oder Home-Entertaiment-Center übernommen hat. Gleichwohl registriert der Hersteller über die Jahre einen deutlichen Zuwachs an Recycling-Ware, 2003 nahm man noch 11.000 Tonnen an Equipment zurück, 2004 waren es schon 19.000. Genau vorherzusehen, wann die durch Vista ausgelösten Rückgaben die Hersteller in Anspruch nehmen, sei laut Dell-Sprecher Bryan Hilton "eine Herausforderung." Es sei nicht leicht, Anwender davon zu überzeugen, den Computer zurück zu bringen, anstatt ihn für mehrere Jahre in irgendeinem Kellerschrank zu lagern.

Hewlett-Packard will mit seinen Geschäftskunden andere Wege beschreiten, um bessere Kontrolle über Rücknahme und Recycling zu erlangen. So empfiehlt der Hersteller, Rechner zu leasen statt zu kaufen. Von den zurückgegebenen Computern und Bauteilen verkauft HP 94 Prozent weiter, der Rest kommt in Recyclinganlagen in Kalifornien und Tennesse. Weltweit nimmt HP eine Million geleaste Rechner zurück. Für das Jahr 2007 rechnet HP mit einer Zunahme, nach jedem Technologiesprung – zuletzt dem auf Dual-Core-Prozessoren - habe sich der Absatz von neuen Rechner verstärkt. HP nimmt nicht nur seine eigenen Rechner zurück, sondern auch die von Wettbewerbern, oft bekäme man zwei Jahrzehnte alte Server zur Wiederverwertung.

Auch Apple bietet in den USA ein Rücknahmeprogramm an, durch die Vistapremiere dürften sich beim Mac-Hersteller jedoch keine signifikanten Anstiege der Rücknahmen ergeben. Aber heuer kommt ja auch noch der Leopard...

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