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Vivendi schnappt sich Activision-Mehrheit

03.12.2007 | 12:16 Uhr

Der Medienkonzern Vivendi will eine Mehrheit am Videospielhersteller Activision erwerben und diesen mit seiner eigenen Spielesparte Blizzard zusammenlegen.

Durch die Fusion soll der größte unabhängige Anbieter von PC- und Konsolenspielen entstehen. Die neue Firma Activision Blizzard würde zwei der populärsten Spieletitel überhaupt im Katalog haben – das Konsolenspiel "Guitar Hero" sowie den Online-Titel "World of Warcraft". Andere Activision -Titel sind "Call of Duty", die "Tony-Hawk"-Serie und "Spider-Man", Blizzard hat unter anderem noch "Starcraft", "Warcraft" und "Diablo" im Programm. Activision ist im Bereich Konsolen- und PC-Spiele besonders stark, Vivendi vor allem im Online-Bereich mit mehr als neun Millionen zahlenden Abonnenten.

Vivendi will 52 Prozent von Activision für 1,7 Milliarden US-Dollar zuzüglich Vivendi-Games-Aktien im Wert von 8,1 Milliarden Dollar kaufen. Innerhalb von fünf Tagen nach Abschluss der Transaktion will die neue Firma zudem ein freundliches Angebot zum Rückkauf von Activision-Stammaktien im Wert von vier Milliarden Dollar vorlegen. Je nachdem, wie dieses angenommen wird, könnte sich der Vivendi-Anteil von 52 auf maximal 68 Prozent erhöhen, die restlichen Anteile verbleiben bei den Activision-Anlegern.

Activision Blizzard käme für das Jahr 2007 auf einen Umsatz von 3,8 Milliarden US-Dollar und würde damit den bisherigen Marktführer Electronic Arts (EA) verdrängen. EA hatte im letzten Geschäftsjahr einen Umsatz von 3,1 Milliarden Dollar ausgewiesen. (tc/mst)

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