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Vodafone Kabel Deutschland stoppt P2P-Drossel-Pläne

07.12.2015 | 09:43 Uhr |

Vodafone zieht die Notbremse und rückt von den Plänen ab, die Bandbreite bei zu starker P2P-Nutzung zu drosseln.

Die Pläne von Vodafone Kabel Deutschland hatten am Donnerstag für Aufruhr im Web gesorgt. Das Unternehmen, so hieß es, plane die in der AGB vorgesehene Filesharing-Drossel durchzusetzen.Von diesen Plänen rückt der Provider aber komplett ab.

Betroffen gewesen wären die Kunden mit Kabel-Internetzugängen. Laut den Plänen sollte die Geschwindigkeit dieser Zugänge auf 100 Kilobit pro Sekunde für den Rest eines Tages gedrosselt werden, sobald ein Nutzer an dem betreffenden Tag über P2P-Software ein Datenvolumen von 10 Gigabyte überschreite. Bisher verzichtete Vodafone Kabel Deutschland auf die Umsetzung. Erst bei einem Datenvolumen von über 60 Gigabyte an einem Tag wird die Geschwindigkeit des Internet-Zugangs gedrosselt.

Die Aufregung über die Pläne war so groß, dass Vodafone Kabel Deutschland nun einen Rückzieher macht. Und es kommt noch besser: Auch die bisher geltende 60-GB-Regel bei übermäßiger Filesharing-Nutzung wird abgeschafft. Das erklärte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber Spiegel Online. 

Dem Sprecher zufolge habe es sich lediglich um ein Pilotprojekt gehandelt, bei dem man die Ergebnisse abwarten wollte, ehe die neue Regel für das gesamte Kabelgebiet gegolten hätte. "Die bisherigen Ergebnisse des Tests bewegen uns dazu, die Maßnahme nicht fortzuführen. Damit entfallen zugleich auch sämtliche Beschränkungen für Filesharing-Dienste - sowohl die ab einem Verbrauch von 10 Gigabyte als auch die bereits seit längerem bestehenden ab einem Verbrauch von 60 Gigabyte", so der Sprecher. Er betonte aber auch, dass die bei Volumentarifen geltenden Limits auch weiterhin Bestand haben.

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