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Vodafone entdeckt das Powerbook

06.08.2004 | 13:28 Uhr |

Surfen mit UMTS: Fünf Macwelt-Leser können Vodafones MCC 3G einen Monat lang kostenlos testen.

Macwelt.de meldete es bereits vor über drei Wochen: Der Düsseldorfer Mobilfunk-Anbieter erweitert die Kompatibilität der "Mobile Connect Card 3G" auf Mac-OS X, seit heute ist die neue Kommunikations-Software kostenfrei verfügbar. Fünf Macwelt-Leser erhalten von Vodafone einen Monat lang die Datenkarte und das 3G-Mobilfunknetz zur freien Verfügung - und wir werden die Tester begleiten.
Ein erster Blick auf "Vodafone Mobile Connect" für Macintosh.

Vodafone startet die UMTS-Offensive: Mit Vertragsbindung bietet der Mobilfunkprovider seine UMTS-Datenkarte seit einigen Tagen bereits zum Kampfpreis von einem Euro an, von heute an vermarktet Vodafone die "Mobile Connect Card 3G" als Mac kompatibel, und zwar ohne Aufpreis. Macwelt.de konnte die Software, die sich nun auf der mitgelieferten CD neben der Windows-Version befinden wird, bereits als "Golden Master" vor der Veröffentlichung testen. Vodafone D2 stellt außerdem fünf Powerbook-Benutzern aus dem Userkreis von Macwelt.de einen Monat lang die MCC 3G und eine SIM-Karte für den kostenfreien Datenzugang in sein Mobilfunknetz zur Verfügung.

Alter Bekannter

Auf den ersten Blick kommt da ein alter Bekannter unter einem neuen Namen daher: "Vodafone Mobile Connect" (VMC), 4,5 Megabyte groß, sieht beim ersten Programmstart aus wie die "Mobile High Speed"-Software von Nova Media ( www.novamedia.de ) aus Berlin, die bislang einzige kommerzielle Lösung, um UMTS-Hardware mit dem Mac nutzen zu können. Die Ähnlichkeit ist nicht zufällig: Die Nova-Media-Entwickler haben ihr Vollprodukt insofern auf die Vodafone-Karte abgestimmt, als dass sie jetzt ausschließlich mit der MCC 3G und im Vodafone-Netz funktioniert, die baugleiche UMTS-Karte von Option oder 3G-Handys wie das :Samsung SGH-Z105 oder das Z1010 von Sony Ericsson werden nicht unterstützt, laut Vodafone-Sprecher Heiko Witzke ist dies auch in der nächsten Zeit nicht geplant.

Die Installation ist mac-like und einfach, allerdings sollte der Benutzer darauf achten, die Software nur dann auf seinen Rechner aufzuspielen, wenn die Datenkarte nicht in das Powerbook eingeschoben ist. Den Rest macht VMC für Mac allein: Karte erkennen, sich ins Netzwerk einbuchen (auch außerhalb des Heimatnetzes im Ausland funktioniert das) und eine neue Netzwerkumgebung anlegen, so dass andere Einstellungen (für zu Hause oder das Büro) nicht verändert werden. Ein abschließender Klick auf "Aktivieren" wechselt die Netzwerkumgebung, über das Dienstprogramm "Internetverbindung" oder das entsprechende Menüleistensymbol baut dann der Anwender die Verbindung auf - auch bei niedriger Signalstärke sind Datenraten nahe am technischen Maximum von 384 kBit/s (im Downstream, entspricht sechsfacher ISDN-Geschwindigkeit) nicht unüblich.
Ungewohnt ist, das nach jedem Ruhezustand oder Ausschalten diese Prozedur zu wiederholen ist - genau so wie bei "Mobile High Speed". Hier wäre eine komfortablere Lösung wünschenswert, zum Beispiel ein eigenes Symbol in der Menüleiste, auch ein selbst geschriebenes Apple Script könnte das Handling besser machen. Dafür arbeitet diese sehr eng an der Kommunikationshardware programmierte Software aber äußerst stabil und benötigt kein Modemskript. Wo noch kein UMTS-Netz vorhanden ist, bucht sich die Karte ins langsamere GPRS ein, alternativ kann VMC über die 3G-Karte auch eine Standard-GSM-Verbindung mit 9600 kBit/s einrichten. Wer die Karte vom Powerbook lösen will, muss zunächst die Verbindung beenden, dann die Karte über die Menüleiste ausschalten und dann erst über den Auswurfknopf am Powerbook entfernen.

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