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Vodafone richtet sein Geschäft komplett neu aus

20.03.2006 | 13:43 Uhr

Vodafone steht mit dem Rückzug aus Japan vor einer Neuausrichtung. Nach Berichten aus dem Umfeld des Unternehmens wird fleißig an einer neuen Strategie gearbeitet.

Nachdem die Briten sich in den vergangenen Jahren mit massiven Zukäufen zum weltgrößten Mobilfunkanbieter aufschwangen, zieht sich Vodafone mit dem Verkauf der japanischen Tochter erstmals aus einem wichtigen Markt zurück. Vorstandschef Arun Sarin begründete den Verkauf von Vodafone KK an den Telekom- und Internetkonzern Softbank für knapp 13 Milliarden Euro mit den schwachen Aussichten auf dem hart umkämpften japanischen Mobilfunkmarkt.

Vodafone überlässt damit den Marktführern NTT DoCoMo und KDDI das Feld. „Das ist eine Kapitulation“, sagt ein Experte. Vor knapp fünf Jahren sah alles noch ganz anders aus: Der damalige Vodafone-Vorstand Chris Gent leitete die mehrheitliche Übernahme von Japan Telecom ein, um die Position des Weltmarktführers zu stärken. Anschließend zerschlug Vodafone den Konzern und behielt die Mobilfunktochter J- Phone; das Festnetzgeschäft landete bei der Beteiligungsgesellschaft Ripplewood Holdings. Von dort wanderte es Mitte 2004 zur expandierenden Softbank. Mit der Übernahme von Vodafone Japan kommt die ehemalige Japan Telecom wieder unter einem Dach zusammen.

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