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Vollversion auf Macwelt-Leser-CD 5|2003: Spamfire 1.3.3

02.04.2003 | 11:23 Uhr |

Spam hat Konjunktur. Unabhängig davon, ob man sich davon mehr oder minder belästigt fühlt oder ob einem dadurch wirklich zusätzliche Kosten entstehen, gilt: Viele Computer- besitzer wollen, dass ihr E-Mail-Postfach nur das enthält, was es soll

Spamfire ist eine Software, die Spam, oder auf Deutsch: Massen-E-Mails, online filtert, bevor das eigentliche E-Mail-Programm die Nachrichten vom E-Mail-Server holt.Einen Haken hat die SacheDazu muss Spamfire alle Nachrichten auf dem Server lesen (umgangssprachlich: "Nachrichten holen"), um sie analysieren zu können. Und da das Programm Vorspann und Inhalt jeder Nachricht prüft, lädt die Software die Nachrichten ganz vom Server. Download-Gebühren kann man damit also nicht senken.So erkennt die Software SpamBei der Analyse arbeitet das Programm mit einem Punktesystem. Hat eine Nachricht zu viele Punkte, markiert Spamfire diese Nachricht in seiner internen Datenbank als Spam, und schickt den Befehl ab, um diese eine Nachricht auf dem Server zu löschen. Erst dann sollte man die E-Mails mit dem Standard-E-Mail-Programm lesen. Damit die Reihenfolge stimmt, hat Matterform die passenden Skripts mitgeliefert, die man in den Voreinstellungen auswählt ("Spamfire > Preferences > Schedule").Die Details der Analyse sind leicht zu verstehen. Öffnet man die Voreinstellungen ("Spamfire > Preferences"), findet man unter dem Punkt "Filters" eine lange Liste von Kate-gorien und Einträgen. Spamfire vergibt damit für Vorspann und Header einer E-Mail zwischen 1 und 60 Punkte, wenn bestimmte Merkmale erfüllt sind. Jede E-Mail durchläuft alle diese Filter, die Zahl der Punkte pro Filter wird addiert.Die Feinjustage für die FilterWas man aber selbst bestimmen kann (und muss), ist der Grenzwert für die Punkteskala. Dazu dient der Schieberegler in "Spamfire > Preferences > Accounts". Leider gibt es keine nummerische Eingabe, deshalb stellt man am Anfang den Regler besser auf einen mittleren Wert, was etwa 80 bis 90 Punkten entspricht.

Wenn das Programm zu eifrig war

Ist einmal ein Missgeschick passiert, sprich, ist eine gute Nachricht in den Filtern von Spamfire hängen geblieben, kommt der Knopf mit dem Symbol eines Feuerlöschers zum Zug. Die Funktion "Rescue" stellt die schon gelöschte E-Mail wieder zurück ins Postfach, was in unseren Tests dann einwandfrei funktioniert, wenn man unter "Spamfire > Preferences > Safety" alle Einstellungen macht, damit Spamfire E-Mails verschicken kann. Sollte der Versand aus irgendeinem Grund scheitern, ist die E-Mail noch nicht ganz verschwunden: Sie steckt komplett in der internen Datenbank von Spamfire, und ihr Inhalt wird sichtbar, wenn man im Hauptfenster die Nachricht mit einem Doppelklick öffnet.

Installation und Kauf

Es genügt, das Symbol auf der Macwelt-Leser-CD 5|2003 mit einem Doppelklick auszuwählen und dann im Finder das Programm von der virtuellen Festplatte in einen Ordner zu ziehen. Startet man das Programm, kommt zuerst die Frage nach der Seriennummer, die alle Macwelt-Leser über eine spezielle Internet-Seite erhalten. Anschließend startet ein Hilfsprogramm für die Konfiguration von Spamfire, das in zehn Schritten die wichtigsten Parameter erfragt und auf die Voreinstellungen verteilt (kontrollierbar über "Spamfire > Preferences"). Mit der installierten Version Spamfire Lite lässt sich ein E-Mail-Konto schützen.PWer mehrere Konten Spam-frei halten möchte, kann zu einem einmaligen Sonderpreis von 15 US-Dollar (sonst 29 US-Dollar) auf die Pro-Version von Spamfire wechseln, die zudem das Recht auf regelmäßige Filter-Udpates einschließt. Diese Version ist aber nur über die Website des US-Herstellers erhältlich, für die Zahlung braucht man eine Kreditkarte. wm

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