Vorbereitung auf OS X Lion
Was man erledigen sollte, bevor man Lion installiert
Mac-OS X Lion im Mac App Store: Das Betriebssystemupdate kostet 24 Euro. Bevor man sich nun aber sofort an Download und Installation macht, sollte man einige Vorbereitungen treffen. In einigen Fällen ist zudem das Update vorerst nicht zu empfehlen.
Aktuelles Backup erstellen
Ohne ein aktuelles Backup sollte man Lion nicht installieren. Denn nur dann hat man die Möglichkeit, bei gravierenden Problemen zur letzten Version von Snow Leopard zurückzukehren. Entweder lässt man Time Machine ein Backup der kompletten internen Festplatte beziehungsweise SSD auf einem externen Laufwerk anlegen oder erstellt einen Klon mit Carbon Copy Cloner oder Super Duper.
Programme aktualisieren
Für viele Anwendungen, Shareware- und Freeware-Programme sind in den letzten Wochen aktuelle Updates erschienen, die die Kompatibilität zu Lion herstellen. Man sollte sich deshalb die Zeit nehmen und für alle Anwendungen nach aktuellen Updates suchen und diese installieren. Dazu verwendet man entweder die Update-Funktion der jeweiligen Anwendung oder schaut auf der Webseite des jeweiligen Herstellers nach. Für im App Store erworbenen Programme startet man den Store und klickt in der Symbolleiste auf "Updates" um zu prüfen, ob die installierten Anwendungen aktuell sind.
Snow Leopard aktualisieren
Laut Apple ist die aktuelle Version 10.6.8 von Snow Leopard Voraussetzung für den Download und die Installation von Lion. Auch wenn der App Store schon ab Mac-OS X 10.6.6 in Snow Leopard verfügbar ist, sollte man diese Empfehlung besser beherzigen und erst nach dem Update auf die aktuelle Version von Snow Leopard den Download starten. Falls man Lion auf einem anderen Mac oder einem externen Laufwerk installiert, um dann die Daten mit dem Migrationsassistenten zu übernehmen, muss man unbedingt auch das Migration Assistant Update for Mac OS X Snow Leopard installieren, das seit gestern verfügbar ist. Es stellt die Kompatibilität zu Mac-OS X Lion her.
Programme prüfen
Da in Lion Rosetta nicht mehr verfügbar ist, gibt es nun keine Möglichkeit mehr, Programme zu verwenden, die nur für Power-PC-Prozessoren geschrieben sind und nicht an Intel-Prozessoren angepasst wurden. Mit dem Lion-Tester der Macwelt lässt sich schnell herausfinden, ob noch solche Anwendungen auf dem Mac installiert sind. Oder man startet den System-Profiler (Apple-Menü mit gedrückter Wahltaste öffnen), klickt in der Seitenleiste auf "Programme" und sortiert die Anwendungen nach "Art". Für einige dieser Anwendungen wie beispielsweise Mac Giro gibt es inzwischen Updates für Lion. Man installiert sie und probiert sie aus, bevor man mit der Installation von Lion beginnt.
Auf Lion (vorerst) verzichten
Verwendet man Programme, die nicht zu Lion kompatibel sind, und hat man für diese noch keine Alternative, ist die Installation des neuen Systems wenig sinnvoll. Zu Testzwecken kann man aber einen Klon des bisherigen Systems auf einem externen Laufwerk erstellen und dann dort Lion installieren. So hat man die Möglichkeit, nach und nach dieses Testsystem auf einen aktuellen Stand zu bringen, bevor man dann auch den Mac aktualisiert. Verwendet man ein Netzlaufwerk (NAS), um dort Sicherungskopien mit Time Machine zu erstellen, muss man auf Lion vorerst verzichten, da diese bisher nicht mit Lion kompatibel sind. Hersteller wie Western Digital, Lacie und Buffalo haben aber angekündigt, neue Firmware für ihre Laufwerke zu entwickeln, um diese wieder zu Time Machine kompatibel zu machen. Ausgenommen von diesem Problem ist natürlich Apples Time Capsule, die einwandfrei mit Lion funktioniert.








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