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Vormarsch der Hybridfestplatten

10.10.2007 | 09:06 Uhr |

Eine neue Generation von Festplatten beginnt ihren Feldzug gegen den Stromverbrauch: Nach Samsung beginnt jetzt auch Hersteller Seagate mit der Massenproduktion von Hybrid-Festplatten für Notebooks.

Neben der herkömmlichen Festplatte im 2,5-Zoll-Format bringt der Hersteller zusätzlich 256 Megabyte Flashspeicher in der Baugruppe unter. Eine solche Festplatte mit 160 Gigabyte Speicherplatz auf den Spindeln soll 190 US-Dollar kosten, den Systemstart des Notebooks um ein Fünftel beschleunigen und um die Hälfte weniger am Akku nagen.

Will Apple diese Hybrid-Platten - oder nicht? Diese Frage bleibt - bis zum Erscheinen neuer mobiler Macs - vorerst ungeklärt. Das kommende Betriebssystem Mac OS X 10.5 "Leopard" hat mit der Verwendung solcher Festplatten offenbar keine Probleme: Frühere Entwicklerversionen von Leopard haben sich bereits auf diese neue Technik verstanden, der Weg seitens des Systems wäre frei, um in MacBooks und den Pro-Modellen dank dieser neuen Festplattentechnologie längere Laufzeiten im mobilen Betrieb zu erreichen. Der Gerüchtelage vom vergangenen Dezember nach aber zeigten sich die Ingenieure in Cupertino den Hybrid-Platten eher abgeneigt , zumindest gegenüber denen des Herstellers Samsung: Zur diesjährigen CeBIT hat der südkoreanische Hersteller die Großproduktion gestartet. Jetzt kommt auch Branchenprimus Seagate auf Touren und beginnt mit der Auslieferung der Momentus 5400 PSD - ein halbes Jahr nach Samsungs Erstling MH80. In den drei Kapazitäten 80 GB, 120 GB und 160 GB bietet der Hersteller die neue Festplattengeneration nach einem Bericht auf TG Daily ab sofort an und dreht gleichzeitig an der Preisschraube. Samsungs MH80 kostet in der 160-GB-Ausführung deutlich über 200 Dollar, Seagate will das vergleichbare Modell für 190 Dollar vor allem an die großen Ausrüster und Hersteller verkaufen. 2,5-Zoll-Modelle ohne den zusätzlichen Flashspeicher kosten zur Zeit etwa ein Fünftel weniger. Konkurrenz für das Modell der Hybridfestplatten kommt gleich aus zwei Lagern. Prozessorhersteller Intel etwa hat mit der Robson-Technik ( Intel Turbo Memory ) eine eigenen Ansatz zum Stromsparen bei Notebooks: Hier sind die Flash-Moduledirekt auf der Platine angebracht, die Technik funktioniert mit der Santa-Rosa-Plattform und dem neuen Chipsatz Crestline ( wir berichteten ). Die Alternative dazu wären "Festplatten", die ganz auf Festplatten verzichten und ausschließlich aus Flash-Speicher bestehen. Diese so genannten Solid State Disks (SSD) will Segate ab dem kommenden Jahr anbieten - von Samsung gibt es die bereits -, mit einem Preis pro Gigabyte von 64 Dollar sieht der Hersteller damit aber in naher Zukunft kein Massengeschäft zu machen. Die günstigeren Flash-Speichermodule, die auch Einsatz in iPod-Modellen und im iPhone finden, sind nach dem TG Daily-Bericht zu unzuverlässig, um den herkömmlichen Festplatten Konkurrenz zu machen. Jüngeren Gerüchten nach plant Apple - als Nachfolger für das schlanke 12-Zoll-PowerBook - ein neues Subnotebook, das mittlerweile den inoffiziellen Codenamen "ThinBook" trägt. Wahrscheinliches Erscheinungsdatum ist wie mehrfach berichtet der kommende Jahreswechsel oder die im Januar stattfindende Macworld Expo in San Francisco. Einigen Quellen nach soll Apple in diesem Modell angeblich komplett auf die klassische Festplatte verzichten wollen.

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