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Vorratsdatenspeicherung beeinflusst das Kommunikationsverhalten

04.06.2008 | 10:07 Uhr |

Laut einer repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts empfindet über die Hälfte der Befragten die seit Januar geltende Vorratsdatenspeicherung als "unverhältnismäßig" und "unnötig".

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hatte die Umfrage in Auftrag gegeben. Befragt wurden über 1.000 Bundesbürger. Etwa 70 Prozent wussten, dass seit Januar Verbindungsdaten gespeichert werden müssen. Rund jeder zweite Befragte sagte, dass die Vorratsdatenspeicherung ihn von sensiblen Gesprächen abhalten würde. Auf Telefonate und E-Mails mit Therapeuten oder Beratungsstellen würde deshalb verzichtet. Zudem empfinden ebenfalls 50 Prozent die Maßnahme als "unverhältnismäßig".

Etwa jeder dreizehnte Bürger - knapp acht Prozent - habe wegen der Speicherung schon einmal darauf verzichtet zu telefonieren oder eine E-Mail abzusenden. Doch 90 Prozent derer, die von der Vorratsdatenspeicherung wissen, kommunizieren nach wie vor unverändert.

Info: Pressemitteilung und Ergebnis der Umfrage (PDF)

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