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Trends 2013: iPad Mini Retina

10.01.2013 | 11:24 Uhr |

iPad Mini Retina, mehr Speicher, 64-Bit-CPU - an diesen Funktionen wird Apple im neuen Jahr kräftig basteln. Das sind die iPad-Highlights.

Macbook Pro Retina , neue iMacs, iPhone 5 – Apple zündete 2012 ein wahres Produktfeuerwerk. Doch im Grunde genommen stand das Jahr ganz im Zeichen des iPad. Am 7. März 2012 präsentierte Tim Cook das iPad 3 und nannte es schlicht „das neue iPad“. Die wichtigste Neuerung war das Retina-Display, das, angelehnt an das iPhone 4/4S , Bilder mit einer Auflösung von 2048 mal 1536 Pixel darstellt. Der ersehnte A6- Prozessor blieb jedoch aus. Dann die Überraschung: Sieben Monate später nahm Apple sein „neues iPad“ schon wieder aus der Produktlinie und stellte am 23. Oktober 2012 das iPad 4 und – was sich eingeschworene Apple-Jünger nie hätten vorstellen können – das iPad Mini vor.
 
Mit dem kleinen Tablet erschließt sich Apple einen Markt, der zuvor von Amazon und Google beherrscht wurde. Das iPad Mini ist vor allem als Einsteigermodell für den Bildungsbereich gedacht. Zusammen mit iTunes U und iBooks Author könnte es 2013 für immer mehr Bildungseinrichtungen interessant werden. Aber auch im Businessumfeld hat man sehnsüchtig auf das iPad Mini gewartet – so wie die Ärzte in der Berliner Charité, die ihre Visite auf dem Tablet abwickeln und das kleine iPad viel besser in die Kitteltasche stecken können.

Apple-Trends 2013

– Mehr Speicher
– IGZO-Displays
– Dünner
– Leichter
– ARM Cortex-A50

Das Display  

Das iPad Mini ist jedoch mit Abstand das teuerste unter den Mini-Tablets und hebt sich allein durch den Preis deutlich von der Konkurrenz ab. Zum Vergleich: Das Amazon Kindle Fire HD kostet 199 Euro, während die preiswerteste iPad-Mini-Variante bei 329 Euro anfängt. Ein Retina-Display hat das iPad Mini entgegen aller Spekulationen nicht bekommen. Immerhin verfügt das Amazon Kindle Fire HD – der größte Konkurrent des iPad Mini – über ein HD Display mit einer Auflösung von 1280 mal 800 Pixel. Die Auflösung des iPad Mini—Displays beträgt nur 1024 mal 768 Pixel. Hier wird Apple nachbessern müssen. Daher ist anzunehmen, dass es 2013 ein iPad Mini mit Retina-Display geben wird.
 
Neben dem iPad Mini Retina wäre eine weitere Neuerung, dass Apple im neuen Jahr IGZO-Displays von Sharp in die neue iPad-Generation einbauen wird. Die Abkürzung IGZO steht für Indium-Gallium-Zinkoxid. Displays, die aus diesem Material bestehen, benötigen weniger LEDs und sparen daher Energie. Bilder werden noch schärfer dargestellt und die Touchscreens reagieren spürbar schneller. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Display deutlich dünner ausfällt, was sich auf die Abmessungen des iPad auswirken dürfte. Das iPad der fünften Generation könnte daher wieder leichter und dünner werden.
 
Gerüchten zufolge sollten die Sharp-Displays schon im iPad 3 Verwendung finden, angeblich konnte der japanische Hersteller jedoch nicht nicht die erforderlichen hohen Stückzahlen produzieren. Daher fiel das iPad 3 mit 9,4 Millimetern wieder etwas dicker aus ist als das iPad 2, das nur 8,8 Millimeter dünn ist.

Der Prozessor  

Der Analyst Doug Freemann von der Royal Bank of Canada äußerte gegenüber dem CNN die Vermutung, dass Apple in künftige iPhones und iPads Intel-Chipsätze einbauen lassen könnte. Als Grund nannte er die Rechtstreitigkeiten zwischen Apple und Samsung. Derzeit fertigen die Koreaner die Chips für Apple. Wir halten es für unwahrscheinlich, dass Apple 2013 Intel-Chips in iOSGeräte einbauen wird, sondern tippen bei einem Wechsel auf ARM. ARM-Prozessoren sind in Sachen Energieeffizienz der Konkurrenz weit voraus. Mit dem Cortex A50 hat ARM eine neue Serie von 64-Bit-Prozessoren vorgestellt. Der Cortex A53 gilt als der kleinste 64-Bit-Prozessor der Welt und könnte in die neuen Smartphones und Tablets eingebaut werden. Denkbar ist, dass Apple die Cortex-A50-Architektur als Grundlage für einen A7-Chip verwendet.
 
Die neuen ARM-Prozessoren könnten dann in einem iPad Mini mit Retina-Display Verwendung finden. Das würde vor allem nicht zu Lasten der Akkulaufzeit gehen.

iPad Mini Retina

Variante 1: Auflösung bleibt, bei neuer Pixelanzahl Die Auflösung lässt Apple Retina-üblich möglichst bei 264 ppi. Das würde für das 7,9-Zoll-Display beim aktuellen Seitenverhältnis von 4:3 eine neue Pixelanzahl von relativ unüblichen 1680 x 1260 Pixel bedeuten (das ergäbe 266 ppi).
 
Vorteil: Das sind weniger Pixel als beim iPad 3/4, der Grafikchip hätte also nicht ganz so viel zu tun. Ein sparsamerer (kleinerer) A5X würde damit locker zurechtkommen.
 
Nachteil: Alle Apps müssten die neue Pixelanzahl aktiv unterstützen. Einfaches Hochskalieren (wie beim iPad 2 auf das iPad 3/4) ist nicht möglich, denn der Skalierfaktor wäre nicht gerade (mal 2), sondern ungerade (mal 1,640625). Die Entwickler müssten alle Apps auf die neue Pixelanzahl anpassen. Damit hätte Apple dann schon sechs verschiedene Pixelanzahlen unter iOS zu unterstützen:
 
- iPhone 3/3G: 480 x 360
- iPhone 4/4S: 940 x 640
- iPhone 5: 1136 x 640
- iPad 2/iPad Mini: 1024 x 768
- iPad 3/4: 2048 x 1536
- iPad Mini mit Retina: 1680 x 1260
 
Variante 2: Die Pixelanzahl bleibt, bei höherer Auflösung. Das iPad Mini hätte dann wie das iPad 3/4 eine Pixelanzahl von 2048 x 1536, bei einem 7,9-Zoll-Display wären das sagenhafte 324 ppi. Das wäre deutlich mehr, als das menschliche Auge auflösen könnte.
 
Vorteil: Alle Retina-Apps laufen ab dem ersten Tag, ohne Anpassung der Entwickler.
 
Nachteil: Der Grafikchip muss mindestens so viel leisten wie der A5X im iPad 3, besser mehr. Das ist mit dem aktuellen Chip nicht machbar, ohne deutlich höheren Stromverbrauch und zu Lasten der Akkulaufzeit gegenüber dem aktuellen iPad Mini.

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