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Vorschau: Toast 6 Titanium

18.08.2003 | 17:12 Uhr |

Roxio schickt seine Brennsoftware Toast in die sechste Runde: Zunächst steht Toast 6 Titanium ab September nur auf englisch im nordamerikanischen Fachhandel, ab Oktober sollen dann lokalisierte Versionen weltweit vertrieben werden.

Wir konnten bereits einen Blick auf die finale, englische Version werfen, warten mit unserem Testergebnis aber auf die deutsche Software.

Toast 6 Titanium ist vollkommen neu für Cocoa und Core-Audio von Mac-OS X programmiert und arbeitet ausschließlich unter dem aktuellen Mac-Betriebssystem. An der Oberfläche hat sich auf den ersten Blick nicht sehr viel verändert, die Unterteilung in Daten, Audio, Video und Kopien ist nun konsistent nach Medieninhalten sortiert. Formate, Basis- und erweiterte Einstellungen nimmt Toast in einer zusätzlichen Schublade links vom Hauptfenster entgegen. Die jeweils verfügbaren Optionen ändern sich je nach ausgewähltem Datentyp. Dadurch erscheint die Bedienung übersichtlicher und intuitiver als bisher.

Der Installationsassistent bietet eine zusätzliche Systemeinstellung "Déjà Vu" und die Kontextmenü-Erweiterung "ToastIt" an und nimmt abschließend die Einstellung in "CDs & DVDs" für eingelegte Rohlinge vor. Déjà Vu sorgt für tägliche, wöchentliche oder monatliche Backups, die sich automatisch anfertigen lassen. Original- und Zielordner und einige Optionen mehr bedürfen allerdings der Rechte eines Administrators. Die Kontextmenü-Erweiterung lässt es zu, direkt mit gedrückter Wahltaste und einem Mausklick im Finder den Brennprozess an Toast zu ergeben und zu starten.

Konvertieren und Brennen

Toast 6 versteht sich auf jedes Audio- und Videoformat, das auch Quicktime erkennt. Dabei konvertiert die Brennsoftware die Medienformate automatisch in das jeweils gewünschte Zielformat vor dem Brennen oder exportiert nach den getroffenen Voreinstellungen. So erkennt Toast 6 nun auch Ogg-Dateien, Divx- oder Mpeg4 und kann diese wie bisher schon als MP3- oder Audio-CDs brennen, optional mit CD-Text, und kann neben den bisherigen DVD- und Video-CDs nun auch qualitativ hochwertigere Super-Video-CDs erstellen. Da die meisten handelüblichen DVD-Player den Mpeg-2-Codec auf CDs interpretieren kann, dürfte damit allen Hobby-Filmern ein großer Nutzen entstehen, weil umständliche Konvertierwerkzeuge überflüssig sind. Allerdings rendert Toast 6 keine kopiergeschützten DVD-Filme auf SVCDs und verletzt somit auch nicht das Urheberrecht.

Brenner teilen

Vor allem an Unternehmen und kleinere Computernetze richtet sich allerdings die integrierte Share-Funktion von Toast. Über die Rendezvous-Technik lässt sich der eigene Brenner - selbst über das Internet - für andere Toast-6-Anwender freigeben und gegebenenfalls per Passwort schützen. Auf diese Weise lassen sich etwa DVD-Brenner aber auch jeder CD-Brenner im Netz gemeinsam nutzen - entsprechende Toast-Lizenzen vorausgesetzt. Unsere ersten Tests meistert die Software mit Bravour, arbeitet problemlos im Hintergrund und produziert selbst dann keinen Ausschuss, wenn unser Testrechner rechenintensive Prozesse im Vordergrund durchführt.

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