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Was das neue iPad über das nächste iPhone verrät

21.03.2012 | 14:22 Uhr |

Traditionell stellt Apple im iPad neue Technologien vor, die im Sommer auch im nächsten iPhone-Modell verbaut werden. Wir tragen zusammen, worauf sich iPhone-Nutzer schon jetzt freuen können

Bild: Ciccaresedesign, www.ciccaresedesign.com
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© Hersteller

Bereits bei der Vorstellung des ersten iPad fanden Benutzer einige Neuerungen und technische Details, die dann ein paar Monate später im iPhone 4 auftauchten. Ein Beispiel war seinerzeit die Einführung der Micro-SIM, die seit dem iPad der ersten Generation auch in allen iPhone-Modellen Verwendung findet.

Einige der zahlreichen Neuerungen des am 7. März vorgestellten iPad (dritte Generation) werden sich mit Sicherheit auch im für den Sommer erwarteten neuen iPhone wiederfinden. Wie bei der Einführung der Micro-SIM seinerzeit beim Ur-iPad hat Apple inzwischen eine Marktmacht, die die Industrie zwingt, neue Standards schnell anzubieten. Mussten iPad-Nutzer der ersten Stunde ihre Standard-SIM-Karte noch für das iPad beschneiden, gab es bei Verfügbarkeit des iPhone 4 im folgenden Sommer die kleinen SIM-Karten bei allen wichtigen Anbietern.

iPhone statt iPhone 5

Eine nichttechnische Änderung, die jetzt mit dem iPad eingeführt wurde, betrifft die Namensgebung. Wie auch beim iPod Touch oder den Notebooks von Apple wird das kommende iPhone im Sommer schlicht iPhone heißen, genauer iPhone (sechste Generation). Beim iPhone 3G (das zweite Modell) wies der Namenszusatz auf die Unterstützung von UMTS (3G) hin, der Nachfolger bekam ein "S" angehängt, hierzulande für "schnell". Spätestens beim iPhone 4S zeigte sich, dass die Namensgebung auch ihre Schattenseiten hat. Beobachter hatten den Namen iPhone 5 erwartet, man war enttäuscht.

Technisch gesehen bietet das iPhone 4S derart viele Neuerungen gegenüber dem Vormodell, dass der Name iPhone 5 schon hier gerechtfertigt wäre, die Verkaufsrekorde des Modells unterstreichen das weiter. Diese durch die Namensgebung ausgelöste Problematik wird im Sommer für das iPhone sicher nicht mehr bestehen.

World-iPhone

Viele Beobachter hatten bereits im iPhone 4S die Unterstützung des neuen Datenkommunikationsstandards LTE (Long Term Evolution) erwartet - er kam bekanntlich erst mit dem gerade vorgestellten iPad. Im Herbst des vergangenen Jahres waren weder die Netzbetreiber so weit, noch lagen geeignete LTE-Chips in Mengen vor, die nicht zudem den Akku des iPhone in kurzer Zeit leergesaugt hätten.

Die (von Apple) veröffentlichten Zahlen zur Akkulaufzeit des neuen iPad sagen aus, dass die Nutzung von LTE die Batterie nur rund zehn Prozent extra belastet, statt zehn Stunden Laufzeit gibt es "nur" neun. Trifft das zu, wird die Technologie im nächsten iPhone verbaut. Wer sich dann hier im Sommer ein neues iPhone kauft, kann fast in der ganzen Welt einfach online gehen. Wird LTE dort unterstützt, wo sich der Benutzer aufhält, kann er rasend schnell surfen, alternativ per UMTS, EDGE oder GPRS. Versehen mit einem entsprechenden Chip, unterstützt das iPhone dann wie jetzt das iPad Wi-Fi + 4G unterwegs alle wichtigen Kommunikationsstandards.

Bis zum Sommer werden sich auch die hiesigen Mobilfunkanbieter beeilen, das LTE-Netz auszubauen. iPhone-Kunden werden dann bei Vodafone, Telekom und O2 einen entsprechenden Datentarif buchen können. Allerdings ist LTE aktuell noch weit davon entfernt, flächendeckend angeboten zu werden.

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